© Thomas Prenner

Digital Life
05/15/2016

iTunes löscht Musikdateien, Apple weiß aber nicht warum

Apple hat zugegeben, dass bei der Synchronisation zwischen Apple Music und iTunes Musikdateien gelöscht werden könnten. Aber Apple hat keine Ahnung warum das so ist.

Erst kürzlich hat ein Musiker mit einem Blogeintrag für Aufsehen gesorgt. Er behauptete, bei der Synchronisation zwischen seiner Musiksammlung auf iTunes und dem Streaming-Dienst Apple Music seien zahlreiche Musikdateien von Apple entfernt bzw. durch andere Dateiformate ersetzt worden.

Apple hat nun bestätigt, dass iTunes bei einigen Nutzern lokal gespeicherte Musikdateien gelöscht hat, ohne dass die User zugestimmt hätten. Das Kuriose daran: Apple hat keine Ahnung woran das liegt.

Dennoch will Apple in der kommenden Woche ein Update ausliefern. Es soll die Sicherheitsmaßnahmen erhöhen, sodass es zu keinen automatischen Löschungen mehr kommt.

Keine Absicht

Der Fehler soll seit dem Start von Apple Music vor zehn Monaten bestehen. Spätestens seit März finden sich in User-Foren Berichte, dass Musikdateien automatisch gelöscht wurden.

Apple behauptet, nur eine "extrem kleine Anzahl an Nutzern" hat sich gemeldet, weil Musikdateien ohne deren Zustimmung gelöscht wurden. Die Dunkelziffer dürfte also höher sein. Apple erklärt, dass es nicht die Absicht des Unternehmens sei, Musikdateien automatische zu löschen bzw. zu ersetzen.

Außerdem geht aus dem Statement hervor, dass Apple um den Bug zwar bescheid weiß, ihn aber nicht reproduzieren konnte. Apple weiß also die Ursache des Fehlers nicht.

Betroffenen wird geraten, sich mit dem Telefonsupport AppleCare in Verbindung zu setzen.