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Urheberrecht

Kampf um "Happy Birthday"-Lied scheint entschieden

Seit Jahren schon kämpft die Filmemacherin Jennifer Nelson darum, dem Musikverlag Warner/Chappel die Verbreitungsrechte (Copyright) für das weltweit bekannte Lied "Happy Birthday" zu entziehen. Nun ist ein neuer Beweis aufgetaucht, der einen "rauchenden Colt" darstellt und das Verfahren rasch entscheiden könnte, berichtet Ars Technica. Es handelt sich um ein Liederbuch aus dem Jahr 1927, in dem "Happy Birthday" erscheint. Das Patent von Warner/Chappel gibt den Ursprung des Liedes mit dem Jahr 1935 an.

Aufgetaucht ist der neue Beweis für die Klägerin mit einem 200-seitigen PDF-Paket, das dem Gericht von Warner/Chappel nachgereicht wurde, mit dem Hinweis, dass man es bei der ursprünglichen Beweisaufnahme "irrtümlich" vergessen habe. Wird das Jahr 1927 als Ausgangspunkt für "Happy Birthday" anerkannt, so ist das Verbreitungsrecht bereits abgelaufen. Das wäre ein schwerer Schlag für Warner/Chappel. Das Unternehmen nimmt jährlich rund zwei Millionen Dollar durch den Verkauf von Lizenzen rund um das bekannte Lied ein.

Nachforschungen der Klägerin haben sogar Hinweise gefunden, wonach das Lied bis ins Jahr 1922 zurückdatiert werden kann. Wird das Jahr 1922 angenommen, so wäre das Lied seit Ende 1997 eigentlich in öffentlichem Eigentum. Warner/Chappel könnte dann auf Rückzahlungen im Umfang von mehreren Millionen Dollar verklagt werden.

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