Digital Life 19.02.2015

Lenovo-Laptops mit vorinstallierter Adware ausgeliefert

Lenovo-Laptops wurden ab Werk mit Adware verkauft © Bild: AP/Ron Harris

Kunden werfen dem Laptop-Hersteller Lenovo vor, durch die Adware "Superfish" ungefragt Werbung zu erhalten. Das Programm könnte sogar eine Sicherheitsgefahr darstellen.

Lenovo liefert neue Laptops offenbar mit dem vorinstallierten Adware-Programm Superfish aus. Wie TheNextWeb berichtet, wurden viele Käufer durch PopUps und anderes unerwünschtes Computerverhalten darauf aufmerksam. Die meisten verurteilen die ungefragte Tätigkeit eines Programms, das ohne Zutun des Nutzers Werbungen auf Webseiten integriert.

Dazu kommt die Befürchtung, dass Superfish sogar ein potenzielles Sicherheitsrisiko darstellt. Das Programm könnte für so genannte Man-in-the-Middle-Attacken missbraucht werden, wodurch Angreifer Einblick in vermeintlich sichere Verbindungen, etwa bei Online-Banking-Webseiten, nehmen könnten. Von Antiviren-Programmen wird Superfish als Adware, die man entfernen sollte, eingestuft.

Lenovo verteidigt hingegen die Integrierung von Superfish. Die Software helfe Nutzern dabei, visuell auf neue Produkte zu stoßen. Außerdem würden dadurch Bilder im Web automatisch analysiert, um bessere Angebote im Netz zu finden und dem Nutzer anzuzeigen. Nach Beschwerden über PopUps will Lenovo Superfish aber vorübergehend von neuen Computern entfernen. Sobald Superfish die PopUp-Problematik gelöst hat, soll die Adware aber wieder Bestandteil neuer Produkte sein.

Erstellt am 19.02.2015