Digital Life
13.12.2017

Google-Charts: Danach hat Österreich 2017 gesucht

Der Suchmaschinen-Anbieter hat die Begriffe zusammengetragen, wonach die Österreicher im vergangenen Jahr am häufigsten gesucht haben.

Mit einem Marktanteil jenseits der 95 Prozent ist Google die am häufigsten genutzte Suchmaschine in Österreich. Wonach die Leute suchen, sagt auch viel über das Land aus. 2017 beschäftigte die Österreicher laut Google vor allem die im Oktober geschlagene Nationalratswahl. Sie lag sowohl bei den am stärksten steigenden Suchanfragen als auch bei der Suche auf Google News vorne. Dann wird es allerdings profaner. Unter den am häufigsten gesuchten Begriffen folgen zwei iPhone-Modelle, das Donauinselfest und die RTL-TV-Show Dschungelcamp.

Als einziger heimischer Politiker rangiert Sebastian Kurz in den Top-Ten der Suchbegriffe auf Rang acht. Einen Platz hinter der 1998 verunglückten Pop-Legende Falco, die im vergangenen Jahr 60 Jahre alt geworden wäre, aber noch vor dem steirischen Ort Stiwoll, der im Oktober Schauplatz eines Doppelmordes wurde.

#MeToo-Debatte

Als zweiter heimischer Politiker scheint Peter Pilz in dem Google-Ranking auf. In der Kategorie „Promi-Aufreger“ schaffte es der ehemalige Grün-Politiker, dessen Liste acht Nationalratsmandate errang, der aber danach im Zusammenhang mit sexuellen Belästigungen ins Gerede kam und zurücktrat, hinter US-Präsident Donald Trump auf Rang zwei. Mit Pilz erreichte die #MeToo-Debatte, über die sexuelle Belästigung thematisiert wird, auch Österreich. Sie findet in der Prominenten-Liste auch mit der Schauspielerin Nina Proll (3), die mit kontroversen Äußerungen dazu auffiel, sowie Kevin Spacey (4) und Harvey Weinstein (7) ihren Niederschlag.

Ansonsten zeigten sich die Österreicher an Fidget Spinnern, dem Hurrikan Irma, der katalonischen Unabhängigkeit, dem Nordkorea-Konflikt, dem Manchester-Attentat und dem Bitcoin-Kurs interessiert, die neben der Nationalratswahl die Kategorie „Schlagzeilen“ dominierten.

Gesucht wurde auch nach verstorbenen Prominenten. Angeführt wird das Ranking von dem im Juli aus dem Leben geschiedenen Linkin Park-Sänger Chester Bennington, vor der im Februar an Krebs verstorbenen ehemaligen Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ). Ebenfalls in den Top-Fünf der „Menschen, die wir vermissen“: Die Schauspielerin Christine Kaufmann , Playboy-Gründer Hugh Hefner und der US-Musiker Chris Cornell.

Alltägliche Fragen

„Die Österreicher nutzen die Google-Suche auch gerne für alltägliche Anfragen“, sagt Firmensprecher Wolfgang Fasching-Krapfenberger. Was heute gekocht werden soll, findet sich ebenso darunter, wie die Frage, was gegen Sodbrennen oder Zeckenbisse getan werden kann. Auch das Körpergewicht scheint die heimische Bevölkerung zu beschäftigen. Die Frage „Abnehmen, aber wie?“ findet sich in der Liste der „Wie...?„-Fragen hinter dem aktuellen Wetter auf Rang zwei. Häufiges Thema bei Google Anfragen ist auch das Alter. „Wie alt werden Katzen?“ interessiert die Österreicher ebenso wie die Frage: „Wie alt ist Sebastian Kurz?“