Digital Life
27.03.2013

Nordkorea sperrt mobiles Internet für Touristen

Wenige Tage nachdem Nordkorea Touristen erstmals 3G-Mobilfunk eröffnet hat, ändert das Regime seine Haltung. Besucher können weiterhin SIM-Karten kaufen und Sprachtelefonate führen, doch vorerst ist Schluss mit mobilem Internet. Die Spannungen mit den USA könnten ein Grund dafür sein.

Die Änderung der Richtlinien zum mobilen Internetzugang für Touristen wurde durch einen Hinweis des chinesischen Reisebüros Koryo Tours, das sich auf Nordkorea spezialisiert, bekannt. Am 1. März war es Touristen erstmals möglich, über den Netzbetreiber Koryolink eine 3G-Verbindung herzustellen. Über diese ließen sich auch ansonsten in Nordkorea gesperrte Dienste wie Twitter und Skype aufrufen. Der einheimischen Bevölkerung war dieses Privileg vorenthalten. Während eine offizielle Begründung für die mobile Internetsperre für Touristen fehlt, vermutet TechCrunch, dass eine Flut an Twitter-Nachrichten, Instagram-Bildern und anderen Online-Botschaften aus dem isolierten Land für Unruhe im autoritären Führungsapparat des Landes gesorgt hat. Wie Cnet berichtet, könnten aber vor allem die aktuellen Spannungen mit den USA ein Grund für Paranoia gegenüber Ausländern darstellen.

Mehr zum Thema

  • Nordkorea erlaubt mobiles Internet
  • Nach Cyberangriff: Spur zu südkoreanischer Bank
  • Nordkorea-Video enthielt Szene aus Videospiel
  • Google Maps zeigt detaillierte Nordkorea-Karte