Digital Life
03.02.2018

Ökonom: Bitcoin ist "Mutter aller Blasen"

Der Wirtschaftswissenschaftler Nouriel Roubini sagte die letzte Weltwirtschaftskrise im Detail vorher. Nun geht er hart mit Kryptowährungen ins Gericht.

Bitcoin und andere Kryptowährungen hatten in den vergangenen Tagen mit massiven Wertverlusten zu kämpfen. Das führte dazu, dass die Marktkapitalisierung der größten Währungen stark abnahm. Innerhalb von rund 24 Stunden wurden dem Markt 150 Milliarden Dollar entzogen.

Der US-Ökonom Nouriel Roubini von der New York University bezeichnet Bitcoin in einem Interview mit Bloomberg in diesem Zusammenhang als “die Mutter aller Blasen” sowie als “die größte Blase der Menschheitsgeschichte”. Roubini erlangte Bekanntheit, weil er die weltweite Finanzkrise vor etwas mehr als zehn Jahren im Detail vorhersagte.

Noch härter geht er mit den sogenannten Altcoins ins Gericht: “Die meisten sind noch schlimmer”, so der Wirtschaftswissenschaftler. Den aktuellen Kursverlust sieht Roubini als Beginn eines Crashs, der den Wert von Bitcoin noch weiter nach unten drückt. “Der fundamentale Wert von Bitcoin ist Null”.

Der Ökonom hält auch die Blockchain-Technologie für weniger richtungsweisend, als viele andere Experten. “Blockchain gibt es seit zehn Jahren. Die einzige Anwendung, die es hervorgebracht hat, sind Kryptowährungen, die aber Betrug sind”, so Roubini.

Markt zeigt Zeichen von Erholung

Ganz so schnell bergab gehen dürfte es aber dennoch nicht. Samstagnachmittag zeigte sich der Krypto-Markt zumindest etwas erholt, die größten Währungen konnten in den letzten 24 Stunden Zuwächse verzeichnen. Bitcoin überstieg zwischenzeitlich auch wieder die 9000-Dollar-Grenze.