Digital Life
27.07.2018

Polizei trickst Apples Anti-Hack-Funktion aus

Der USB-Restricted-Mode von iOS 11.4.1 soll Brute-Force-Angriffe durch Absperrung verhindern. Die US-Polizei umgeht das.

Der USB-Restricted-Mode deaktiviert den Lightning-Port von Apple-Geräten unter iOS 11.4.1 nach einer Stunde, damit Brute-Force-Angriffe verhindert werden. Danach ist nur noch das Aufladen über den Anschluss möglich. Die US-Polizei nutzt aber bereits einen Trick, um diese Maßnahme zu umgehen, berichtet heise. Das funktioniert, indem innerhalb einer Stunde nach dem letzten regulären Entsperrvorgang ein Lightning-zu-USB-3-Kamera-Adapter von Apple an das Gerät angeschlossen wird, das man hacken will, schreibt Forbes.

Dieser Vorgang unterbricht den Zähler, der den Port nach einer Stunde für den Datenverkehr sperren sollte. So lassen sich Geräte wie der GrayKey, mit denen Brute-Force-Attacken gegen Apple-Geräte möglich sind, auch mit aktiviertem USB-Restricted-Mode durchführen. Das ist aber nicht das Ende der Geschichte. Mit iOS 12 plant Apple eine verbesserte Variante des Restricted-Mode einzuführen. Dann muss bei jedem Anschluss eines externen Geräts das Handy oder Tablet entsperrt werden.