© Heinz Wagner

Digital Life
05/06/2012

Schüler erklären Erwachsenen Facebook

Auf der "Verkehrten Konferenz zu Kinder und digitalen Medien" in der Aula der Wissenschaften in Wien erklärten Schüler den Erwachsenen, wie sie Facebook nutzen. Sie plauderten über ihren digitalen Alltag.

Spielten schon am ersten Tag der diesjährigen Tagung „Kinder und digitale Medien" Kinder und Jugendliche eine deutlich größere, merkbare, wichtigere Rolle als im Vorjahr, so standen sie am zweiten Tag überhaupt im Zentrum. Der Rollentausch gab der Veranstaltung den Titel „verkehrte Konferenz".

Jugendliche der Polytechnischen Schule Pyrkergasse (Wien-Döbling) sowie des Gymnasiums Astgasse (Wien-Penzing) moderierten den Vortragsteil, interviewten Fachleute auf der Bühne und erzählten über ihren digitalen Alltag. Täglich mehrere Stunden in Facebook – das sei normal. Experten selbst namhafter Organisationen meinten, sie würden dieses soziale Netzwerk schon nutzen,  gaben als ihre Frequenz aber dann beispielsweise „so einmal im Monat" an.

Aus dem Facebook-Alltag
Schüler erklärten so manchen der Erwachsenen auf der Konferenz erst so richtig, wie Facebook funktioniert. David beispielsweise erzählte, dass er mehrere Accounts, einen unter eigenem Namen, einen für Spiele und einen dritten testmäßigen für diese Präsentationen habe. Die jüngste in der Runde, die erst 12-jährige Lina, plauderte aus ihrem Alltag: „Ich nutze Facebook hauptsächlich um mit meinen Freundinnen zu chatten, eine wohnt in der Steiermark und ich sehe sie in echt nur einmal im Jahr."

Auf die Frage einer der Erwachsenen, „aber man darf sich doch erst mit 13 bei Facebook anmelden", gab sie entwaffnend zu: „Beim Geburtsdatum hab ich geschwindelt." Wenn sie Hilfe brauche, „so frage ich meine Schwester, die ist schon 19, ist in eine Informatikklasse gegangen und studiert das auch." Und die habe gemeinsam mit ihren Schulkollegen Facebook auch für den Austausch über schulisches Wissen verwendet.

Infos für die Schule
Die Schüler aus der Astgasse berichten, dass sie auch als Klasse eine geschlossene Gruppe auf Facebook eingerichtet haben, „wo wir alle Infos, wer Stundenwiederholung macht, ob die eine oder andere Stunde ausfällt ... (mit-)teilen."

Auch am

stand Facebook im Zentrum der Workshops. So wurden den Kindern von Experten erklärt, wie das mit den Bildern und der Musik im Internet funktioniert, auf was sie bei der Erstellung von Facebook-Profilen besonders achten müssen und wie sie ihre Privatsphäre im Netz schützen können.

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