Digital Life
08.07.2015

Schweizer Post testet Paket-Drohnen

Die Schweizer Post und die Fluglinie Swiss testen gemeinsam mit Drohnenhersteller Matternet, wie Drohnen künftig für den Paketzustelldienst eingesetzt werden können.

Drohnen könnten in Zukunft überlebenswichtige Medikamente in Dörfer transportieren, die witterungsbedingt von der Außenwelt abgeschnitten sind. Auch abgelegen lebende Menschen könnten auf diese Weise versorgt werden, berichtet die Neue Zürcher Zeitung. Das Projekt der Schweizer Post, Swiss und Matternet wurde am Dienstag offiziell vorgestellt. Dass die Schweizer Post Paketdrohnen testen würde, war schon seit April bekannt.

"Alle diese Anwendungen sind noch Zukunftsmusik", sagt Dieter Bambauer, der Chef von Post Logistics. "Heute lächeln wir möglicherweise noch über die neue Transport- und Zustellmöglichkeit. Wir gehen jedoch davon aus, dass konkrete Anwendungen in fünf bis zehn Jahren realistisch sind."

Auch aufgrund des steigenden Onlinehandels wird eine Zustelllösung mit Drohnen überlegt. Jedoch wird diese nur als Zusatzoption zur herkömmlichen Zustellung gesehen. Das Volumen, das derzeit mit terrestrischem Transport abgedeckt wird, könnte man mit Drohnen niemals abdecken, ohne den Luftraum zu überfüllen.