Digital Life
02/20/2019

Shitstorm gegen Soap&Skin nach Kritik an Andreas Gabalier

Nachdem die Sängerin Anja Plaschg alias Soap&Skin ihr Fernbleiben von den Amadeus Awards verkündet hat, sieht sie sich massiven Anfeindungen ausgesetzt.

Am Dienstag hat die österreichische Musikerin Anja Plaschg, die unter dem Künstlernamen Soap&Skin bekannt ist, via Facebook bekannt gegeben, nicht an den Amadeus Austrian Music Awards teilnehmen zu wollen. Plaschg ist in den Kategorien „Alternative“ sowie in „Album des Jahres“ mit ihrem Werk „From Gas to Solid/You Are My Friend“ nominiert.

In dem Post schreibt sie, sie wolle sich nicht in derselben Kategorie mit einem „Möchtegern-Magnaten“ wissen, der „sein reaktionäres, nationalistisches, chauvinistisches und sexistisches Lebenskonzept zu kommerzialisieren weiß und hier Anklang findet“. Obwohl sie ihn nicht direkt nennt, geht die Kritik wohl an den österreichischen Sänger Andreas Gabalier, um dessen politische Ausrichtung es in der Vergangenheit verstärkt Diskussionen gab.

Unter dem Posting von Plaschg kommt es mittlerweile zu hitzigen Diskussionen zwischen Fans und solchen, die den Schritt kritisieren. Dabei kommt es auch regelmäßig zu direkten Angriffen auf Plaschg. User werfen ihr vor, „linksversifft“ zu sein und fordern sie auf „zum Psychiater“ zu gehen. Manche meinen, der Schritt sei „undemokratisch“ und „intolerant“. Gleichzeitig melden sich aber auch immer mehr Befürworter, die Plaschgs Entscheidung loben.

Müsse Entscheidung akzeptieren

Inzwischen meldete sich auch der Musikwirtschaftsverband IFPI zu Wort, der den Amadeus veranstaltet. Auf APA-Anfrage hieß es, man müsse die Entscheidung von Plaschg „akzeptieren“. Von Andreas Gabalier gab es zur Causa vorerst kein Statement. Der Musiker stehe weder für eine Stellungnahme noch für ein Interview zur Verfügung, hieß es von seinem Management gegenüber der APA.

Der Volksmusiker ist in der Vergangenheit immer wieder mit politischen Aussagen und Liedtexten aufgefallen. In einem später gelöschten Facebook-Posting beklagte er etwa „abgesprochene Hetzerei“ gegen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. In einem Interview sprach er außerdem von „genderverseuchter Zeit“.