
Frau, die Social Media nutzt
TikTok, YouTube, Instagram: Wie du deine Feeds zurücksetzt
Das Öffnen von Social Media Apps kann frustrierend sein, vor allem dann, wenn immer wieder die gleichen Inhalte vorgeschlagen werden, obwohl sich das Interesse daran eigentlich in Grenzen hält.
Aber auch, wenn man sich weiterentwickelt hat. Die meisten Menschen haben sich zum Beispiel schon einmal etwas über YouTube beigebracht. Wenn man beispielsweise einmal weiß, wie man den Druck in einer Wasserleitung ausrechnet, reicht das meistens und man möchte wahrscheinlich keine weiteren Mathe-Videos mehr sehen.
Man kann den Algorithmen zwar auch signalisieren, dass sich die Interessen geändert haben, indem man gezielt andere Inhalte konsumiert und auf “Gefällt mir” klickt. Aber das dauert meist eine Weile. Für Menschen, die sich nach einem radikalen Neuanfang sehnen, ist das nichts. Deshalb folgt hier eine Anleitung für den Frühjahrsputz auf YouTube, Instagram und TikTok. Die Follower verliert man dabei übrigens natürlich nicht.
YouTube
Viele Menschen haben ihren YouTube-Feed wahrscheinlich über Jahre aufgebaut. Immerhin gibt es die Plattform schon seit 2005. Sie war also wahrscheinlich Teil der Jugend, hat einen beim Erwachsenwerden begleitet und liefert heute Inspiration aus den verschiedensten Bereichen.
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Mit der Zeit sammeln sich dann Vorschläge an, auf die man verzichten kann. Denn YouTube verfolgt, was man sich ansieht, da man sich über das Google-Konto anmeldet. Dieses ist auch der Schlüssel, um frischen Wind in die vorgeschlagenen Inhalte zu bringen.
Um den YouTube-Feed zurückzusetzen, geht man auf myactivity.google.com. Hier können alle Google-Produkte verwaltet werden und damit auch, was auf YouTube gezeigt wird. Dafür muss man als Nächstes auf YouTube-Verlauf klicken.
Soll der Feed nur angepasst werden, gibt es die Optionen, angeschaute Videos oder Suchanfragen im Verlauf zu deaktivieren. Man kann auch entscheiden, wie lange Daten gespeichert werden. Zum Beispiel werden Suchanfragen nach 3, 18 oder 36 Monaten automatisch gelöscht, wenn man sich dafür entscheidet.
Wenn man beim YouTube Verlauf ganz nach unten scrollt, findet man den Punkt “Verlauf verwalten”. Hier können einzelne Videos gelöscht werden. Klickt der Nutzer jedoch auf den Punkt “Löschen”, öffnet sich ein Dropdown-Menü. Hier kann die Historie des aktuellen Tages, eines bestimmten Zeitraums oder alle Historien gelöscht werden. Damit ist die YouTube-Seite wieder blitzblank.
YouTube zurücksetzen
Auch Instagram versucht, den individuellen Geschmack seiner Nutzer zu erraten und tut dies anhand von Informationen darüber, was sie sich bisher angesehen oder worauf sie reagiert haben. Es werden aber nicht nur Inhalte von Personen angezeigt, denen jemand folgt, sondern auch immer wieder neue Profile oder Inhalte vorgeschlagen. Dazwischen gibt es natürlich auch Werbung. Ein Beispiel: Klickt man einmal auf Werbung für gesünderes Katzenfutter, kennt man bald alle Marken.
Um frischen Wind in die App zu bringen, geht man zunächst auf das eigene Profil und klickt oben rechts auf das Burger-Menü (die 3 horizontalen Striche). Dann scrollt man nach unten zum Punkt "Content-Präferenzen ". Hier kann der Feed verfeinert werden, indem man spezielle Interessen festlegt, Inhalte mit bestimmten Begriffen ausblendet oder Präferenzen für sensible und politische Inhalte angibt.
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Um den Feed zurückzusetzen, geht man auf “Content Vorschläge zurücksetzen”. Dies betrifft die Explore Page, die Reels und den Hauptfeed von Instagram. Es ändert jedoch nichts an den Werbethemen oder daran, wem man folgt. Das Zurücksetzen kann nicht rückgängig gemacht werden.
Instagram zurücksetzen
TikTok
Gerade der TikTok-Algorithmus ist dafür bekannt, Menschen in sogenannte “Rabbit Holes” zu ziehen. Man sieht sich also ein TikTok-Video zu einem gewissen Thema an, dann noch eines, noch eines und auf einmal sind Stunden vergangen. Der Algorithmus zeigt dann immer mehr solche Inhalte an.
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Das kann für manche Menschen sehr nervig sein. Diesem inhaltlichen Trott kann man aber auch entkommen. Dafür geht man wieder auf das eigene Profil, klickt auf das Burger-Menü rechts oben, dann auf “Einstellungen und Datenschutz”.
Als Nächstes klickt man auf “Inhaltspräferenzen”. Hier kann der Feed auch angepasst werden, wenn nicht alles zurückgesetzt werden soll. Zum Beispiel können Stichwörter gefiltert werden. Beiträge, die diese Wörter enthalten, werden dann nicht angezeigt. Zusätzlich kann der MINT-Feed aktiviert werden, wodurch mehr Videos zu Themen wie Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften oder Technik angezeigt werden.
Um den TikTok-Feed endgültig zurückzusetzen, geht man auf “Aktualisiere deinen Feed für dich”. Danach werden vor allem Videos angezeigt, die beliebt sind. Je länger man sich diese ansieht oder je öfter man auf sie reagiert, desto mehr bekommt man davon. So lernt der Feed von neuem, was gefällt und was nicht.
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