STUDIE
11/22/2010

Twitter "keine Gefahr" für Journalismus

Netzwerk dient häufig als Recherchehilfe

Der Microblogging-Dienst Twitter stellt einer Studie zufolge keine Gefahr für den professionellen Journalismus dar. Es gebe keine Anzeichen, dass ein "Bürgerjournalismus" auf Twitter mit dem professionellen Journalismus konkurriere, stellten die Forscher des Instituts für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster im Auftrag der nordrhein-westfälischen Landesanstalt für Medien fest. Nur in Ausnahmefällen würden Nicht-Journalisten zu Berichterstattern.

Kompetenz oft nicht ausreichend

Twitter diene dafür weit häufiger den Journalisten als Recherchehilfe und zur Eigenwerbung, um die Aufmerksamkeit auf die Website der eigenen Nachrichtenredaktion zu lenken. Die Twitter-Nutzer stellten dabei eine "Netz-Avantgarde" mit einem großen Interesse an Nachrichten dar.

So sei Twitter das am häufigsten von Journalisten genutzte Soziale Netzwerk. Allerdings zeigte sich die Mehrheit der 70 von den Wissenschaftlern befragten Leiter von Internetredaktionen deutscher Medien mit der Twitter-Kompetenz ihrer Mitarbeiter unzufrieden. 85 Prozent der Befragten sprach sich dafür aus, soziale Netzwerke stärker in die Journalistenausbildung zu integrieren.

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(dpa)