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Digital Life
04/17/2013

Twitter sperrt Micro-Spendendienst Flattr aus

Twitter setzt seine Strategie fort, Bezahldienste von Drittanbietern fernzuhalten. Der Micro-Payment-Dienst Flattr erlaubte es Usern, Geld von anderen Flattr-Usern zu bekommen, wenn diese ihre Tweets favorisieren.

Twitter geht weiterhin gegen Dienste vor, die über den Kurznachrichtendienst Geld lukrieren. Nachdem erst vergangene Woche der Dienst Ribbon ausgeschlossen wurde, mit dem direkt über Twitter Waren ge- und verkauft werden konnten, ist jetzt Flattr dran.

Flattr bezeichnet sich selbst als Micro-Spendendienst. Um Flattr zu nutzen, registrieren sich User und stellen einen monatlichen Betrag ein, den sie spenden wollen. Danach verteilt man auf Blog-Einträgen, Artikel und anderen Inhalten seine Flattrs. Am Ende des Monats wird dann der zuvor eingestellte Betrag gleichmäßig an die Autoren der Inhalte aufgeteilt, wenn diese ebenfalls bei Flattr registriert sind. Flattr behält 10 Prozent des Betrags als Provision sein.

Dies ist auch der Grund, warum Twitter nun Flattr einschränkt. Laut Twitter ist in den Nutzungsbedingungen für die API verankert, dass Dienste kein Geld mit Tweet-Interaktionen einnehmen dürfen. Hat ein User sein Twitter-Konto mit Flattr verknüpft, war es bisher möglich durch das Favorisieren von Tweets den Autor automatisch zu „Flattrn".

Das Flattrn von Tweets ist nach wie vor möglich, allerdings nur wenn die Flattr-Browser-Erweiterung installiert ist. Damit können auch Instagram-Posts, Flickr-Fotos und seit kurzem auch YouTube-Videos mit Flattrs versehen werden.

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