Digital Life
22.06.2018

Uber-Fahrerin streamte bei tödlichem Unfall Serien

© Bild: AP / Chris Carlson

In dem nun veröffentlichten Bericht heißt es, der Unfall wäre vermeidbar gewesen, hätte die Fahrerin eingegriffen.

Die Polizei in Tempe im US-Bundesstaat Arizona teilte mit, dass die Fahrerin bei dem tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden Uber-Auto im März abgelenkt war, weil sie Filme bei dem Streaming-Dienst Hulu schaute. Der fatale Crash sei demnach „komplett verhinderbar“ gewesen, wie es laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters heißt.

Laut dem 318-seitigen Unfallbericht, der am späten Donnerstagabend Ortszeit veröffentlicht wurde, schaute die Lenkerin kurz vor dem Aufprall wiederholt auf sein Handy und nicht auf die Straße. Ihr droht nun eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung.

Daten von Hulu

Für den Bericht bekam die Polizei auch Aufzeichnungen von dem Streaming-Dienst Hulu. Demnach schaute die Fahrerin die US-Casting-TV-Serie The Voice bis 21:59, dem Zeitpunkt des Unfalls. Auch in den entsprechenden Video-Aufnahmen des Fahrzeuginneren ist zu sehen, dass die Fahrerin nach unten schaut. Den Ermittlungen zufolge wandte sie in sieben der 22 Minuten vor dem Crash ihren Blick von der Straße ab.

Weder Uber noch die Fahrerin waren vorerst für eine Stellungnahme erreichbar.

Bei dem Unfall starb eine 49-jährige, die gerade ihr Fahrrad über die Straße geschoben hat. Zwar befand sich das Auto im autonom fahrenden Modus, dennoch mussten zu jedem Zeitpunkt aus Sicherheitsgründen menschliche Fahrer in dem Wagen sein.