Großes blau-weißes Flugzeug mit der Aufschrift „United States of America“ steht auf dem Rollfeld, eine Person davor.
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US Air Force kauft 2 Boeing 747 der Lufthansa für Air Force One

Die US Air Force hat bestätigt, dass die Einrichtung 2 Boeing 747-8i der deutschen Lufthansa kaufen wird. Die Maschinen sollen als Trainingsflugzeuge und Ersatzteillager für die US-Präsidentenmaschine Air Force One dienen. 

Dabei geht es allerdings nicht um die aktuelle 747-200B, die der Präsident derzeit nutzt. Vielmehr sollen die neuen Maschinen dann dem Nachfolgepgrogramm dienen, in dessen Rahmen neue 747-8i angeschafft werden. 

Zukunftsfit

Die Air Force begründet den Kauf damit, dass die 747-8i nicht mehr produziert wird und sich deutlich vom aktuellen 747-200-Modell unterscheidet. "Es ist wichtig für die Air Force, eine umfassende Trainings- und Wartungsstrategie für die zukünftige 747-8i-Flotte zu etablieren", erklärte ein Sprecher der Luftwaffe laut Aviation Week.

Lufthansa hat den Verkauf zweier Boeing 747-8 an einen nicht genannten Käufer bestätigt. Die Fluggesellschaft gab den Verkaufspreis nicht bekannt, bezeichnete das Angebot jedoch als zu gut, um es abzulehnen. Die Auslieferung der Flugzeuge ist für Jänner und Oktober geplant, so ein Branchenvertreter.

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Bei der Lufthansa begründet man den Verkauf mit der Modernisierung der Flotte. So wolle man vierstrahlige Maschinen kontinuierlich durch die effizienteren zweistrahligen Modelle, wie Boeing 787 und Airbus A350austauschen. 

Lufthansa betreibt derzeit 19 Stück 747-8i und noch 8 Stück 747-400. Damit ist die Airline einer der größten 747-Betreiber unter den Passagier-Airlines. Davor liegen nur mehr reine Frachtunternehmen wie Atlas AirUPS und Cargolux. Die Boeing 747 ist für Frachtfluggesellschaften besonders attraktiv, weil sie als einziges Großraumflugzeug sowohl über eine Seitenladeluke als auch über eine Bugladeluke verfügt.

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VC-25A und VC-25B

Die militärische Bezeichnung für die aktuelle Air Force One lautet VC-25A. Der Nachfolger soll dann VC-25B heißen, was auch der Name für das gesamte neue Air-Force-One-Programm ist. 

Die VC-25B ist größer (Spannweite 68 Meter gegenüber 60 Meter, Länge 76,3 Meter gegenüber 70,7 Meter) und schwerer (maximales Startgewicht 447.700 Kilogramm gegenüber 377.800 Kilogramm). Außerdem leistungsfähiger, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 1.062 km/h und einer Reichweite von 14.320 Kilometern im Vergleich zu 1.014 km/h und 12.553 Kilometern bei der VC-25A.

Verzögerungen

Das VC-25B-Programm ist massiv in Verzug geraten. Ursprünglich sollte das erste neue Präsidentenflugzeug 2024 ausgeliefert werden, mittlerweile wurde der Termin auf Mitte 2028 verschoben. Als Gründe für die Verzögerungen nennt die Air Force die COVID-19-Pandemie, Probleme bei der Innenausstattung, Personalengpässe und längere Planungszeiten für die Verkabelung. 

Boeing arbeitet seit 2018 auf Basis eines 3,9-Milliarden-Dollar-Vertrags an dem Projekt, hat aber bereits Verluste von über 2 Milliarden Dollar durch Kostenüberschreitungen verbucht. Die Gesamtkosten liegen mittlerweile bei über 4,3 Milliarden Dollar.

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Unterschiede zur normalen Air Force One

Die Air Force One unterscheidet sich durch umfassende militärische Modifikationen grundlegend von einer zivilen Boeing 747. Zu den Hauptunterschieden gehören hochmoderne Navigations-, Elektronik- und Kommunikationssysteme, die das Flugzeug zu einer fliegenden Kommandozentrale machen, von der aus der US-Präsident auch während eines Angriffs auf die USA regieren kann.  Zudem verfügt sie über eine Luftbetankungskapazität, wodurch sie sehr lange in der Luft bleiben kann.

Die Sicherheitsausstattung umfasst mehrere Verteidigungssysteme, deren Details größtenteils geheim sind. Unter anderem können damit wärmesuchende Luft-Luft-Raketen abgelenkt werden. Zusätzlich verfügt das Flugzeug über elektronische Gegenmaßnahmen zum Stören feindlicher Radarsysteme, Täuschkörper gegen Raketen und ein fortschrittliches Bordradarsystem zur Bedrohungserkennung.

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