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Verbogene iPhones: Apple erklärt Computer Bild den Krieg

Die Diskussion um die Verbiegsamkeit des neuen iPhone 6 ist um eine mediale Facette reicher. Auf ein Video der deutschen Computer Bild, in dem Chefredakteur Axel Telzerow es mit relativ wenig Aufwand schafft, das Gerät zu verbiegen, reagierte die deutsche PR-Abteilung von Apple pikiert. Man werde der Redaktion keine Testgeräte mehr zur Verfügung stellen und sie auch nicht zu Apple-Events einladen, teilte die deutsche PR-Vertretung von Apple der Redaktion mit.

Brief an Tim Cook

Chefredakteur Telzerow reagierte medienwirksam mit einem offenen Brief an Tim Cook, in dem er dem Konzern Respektlosigkeit vorwirft: "Stellen Sie sich so den Umgang mit kritischer, unabhängiger Presse vor?" Weiters unterstrich Telzerow, dass man auf Testgeräte ohnehin nicht angewiesen sei und lieber "ehrliche Tests" durchführe. Nichtsdestotrotz sei man über die erfahrene Respektlosigkeit zutiefst enttäuscht.

Angesichts der Vielzahl an internationalen Medien, die über den aktuellen Fall berichten, ist es zweifelhaft, ob die deutsche PR-Abteilung von Apple hier die richtige Strategie im Umgang mit Journalisten gewählt hat. Das komplizierte Verhältnis des Konzerns mit Medienleuten ist hinlänglich bekannt. Der Techblog Gizmodo, der vorab über das iPhone 4 berichtete, wurde von Apple nicht nur von offiziellen Events verbannt, der verantwortliche Redakteur bekam auch eine Razzia ins Haus.

Nach diversen Tweets des Computer Bild Chefredakteurs zum Thema meldete sich unter anderem zdnet.de zu Wort, der ebenfalls von einem Boykott durch Apple hinsichtlich Testgeräten und Eventeinladungen berichtete.

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