Digital Life
11.02.2012

Wütender Vater schießt auf Laptop der Tochter

Weil seine rebellische 15-jährige Tochter sich in einem Facebook-Posting lautstark über die Eltern beschwerte, griff ein verärgerter Vater aus North Carolina zu einer besonders außergewöhnlichen Erziehungsmethode.

Internet-Videos über die fragwürdigen Erziehungsmethoden von Vätern entwickeln sich zu wahren Hits in den USA: Vor rund drei Monaten sorgten die Aufnahmen eines auf seine Tochter einprügelnden texanischen Richters für Furore - dieses Mal ist es der Internet-Auftritt eines wütenden Vaters aus North Carolina, der zur Bestrafung seiner rebellischen Tochter deren Computer zusammenschießt.

Wut über Facebook-Posting
In einem achtminütigen Video lässt Tommy Jordan zunächst seiner Wut über einen Facebook-Eintrag seiner Tochter freien Lauf, in dem sich die 15-Jährige in rüdem Ton über ihre täglichen Hausarbeiten beklagt. „Dein Leben ist nicht so hart - aber das wird es jetzt“, sagt er, schwenkt seine Kamera auf einen auf dem Boden liegenden Computer, und fügt hinzu: „Das hier ist Dein Laptop; das hier ist mein Kaliber .45“ - und fängt an zu schießen. Insgesamt neun Mal zielt er auf den Computer, dann schließt er mit den Worten: „Ich hoffe, dir hat dein kleines Fiasko auf Facebook Spaß gemacht“.

Seit Jordan das Video am Mittwoch ins Internetportal YouTube stellte, wurde es bereits über 2,1 Millionen Mal angeklickt. Jordans Erziehungsmethoden wurden auf YouTube 36.000 Mal kommentiert, tausende weitere Kommentare erhielt er auf seiner Facebook-Seite. Viele beglückwünschten ihn zu der Strafaktion, doch in einigen Fällen erhielt er auch kritische Kommentare: „Du bist ein Perversling“, schrieb ein Jim Freedom. „Ich hoffe, Du holst Dir Hilfe gegen Deine Wut, bevor Du den Revolver auf jemanden richtest, deine Tochter zum Beispiel.“

Unvorbereitet
Jordan selbst schrieb mittlerweile in seinem Facebook-Account, er sei überwältigt von der großen Aufmerksamkeit, die er mit dem Video hervorgerufen habe. Er wisse nicht, was er damit anfangen soll. "Jetzt wäre der Zeitpunkt, etwas Großes zu sagen, wie zum Beispiel: Drogen sind böse!", so der US-Amerikaner. Er hingegen sei gar nicht in der Lage, etwas sinnvolles aus der Situation zu machen. "Nie mehr in meinem Leben werde ich so viel Aufmerksamkeit bekommen", schrieb Jordan.

Für Entsetzen hatte im vergangenen Jahr ein Internet-Video gesorgt, auf dem ein texanischer Richter mindestens 17 Mal mit einem Gürtel auf seine Tochter einschlägt. Die inzwischen 23-Jährige hatte die Szene nach eigenen Angaben sieben Jahre zuvor heimlich aufgenommen und sie nun ins Internet gestellt. Der Mann wurde inzwischen von seinem Amt suspendiert.