Digital Life
27.03.2013

Zwist um das Wort "ungooglebar" in Schweden

Der schwedische Sprachrat setzte das Wort “ogooglebar” als Ausdruck für Begriffe, die nicht einmal in einer Suchmaschine auffindbar sind, auf eine Liste neuer Einträge in das Wörterbuch. Google pochte auf seine Markenrechte. Der Sprachrat strich das Wort, empört über die Einmischung, wieder aus der Liste.

Wie die schwedische Webseite thelocal.se berichtet, verlangte Google die Erklärung, dass sich “ogooglebar” spezifisch auf die Google-Suchmaschine und keine anderen Suchmaschinen beziehe. Laut Spiegel.de erklärte Google, seine Markenrechte auf diese Weise schützen zu wollen. Der schwedische Sprachrat jedoch ließ sich die Einmischung nicht bieten und strich das Wort von der Liste, um eine öffentliche Debatte loszutreten. Die Wortdefinition nach den Wünschen von Google zu ändern “ginge gegen unsere Prinzipien und die Prinzipien der Sprache”, wird Sprachrat-Chefin Ann Cederberg von thelocal.se zitiert. “Google hat eine Sache vergessen: Sprachentwicklung kümmert sich nicht um den Schutz von Marken. Wenn wir ‘ogooglebar’ in der Sprache haben wollen, dann werden wir das Wort benutzen und es ist unser Gebrauch, der ihm Bedeutung verleiht - kein multinationaler Konzern, der Druck ausübt. Die Sprache muss frei sein!”

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