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Games
09/13/2019

So spielt sich das bizarre Death Stranding: Video mit 49 Minuten Gameplay

Der Metal-Gear-Solid-Macher Hideo Kojima hat endlich verraten, was der Spieler in Death Stranding überhaupt macht.

Death Stranding war lange Zeit ein Mysterium. Die Trailer lösten mehr Fragen aus, als sie beantworteten. Norman Reedus (Daryl in Walking Dead) leiht der Spielfigur sein Gesicht, die mit einem Baby im Tank durch ein bis zwei Dimensionen läuft und zwischen toten Fischen und unsichtbaren Monstern dahinstapft.

Auf der Spielemesse Tokyo Game Show hat der Macher des Spiels, Hideo Kojima (bekannt für Metal Gear Solid), persönlich das bizarr wirkende Death Stranding erklärt. Auf der Bühne hat er das Game gespielt. Das Video dazu zeigt 49 Minuten Gameplay.

Zur Handlung: Die Spielfigur Sam Bridges (Norman Reedus) reist durch die verwüsteten USA. Er erschafft „Strands“, indem er Missionen für Menschen erfüllt, die in der Gegend verstreut leben. Sein ständiger Begleiter ist „BB“, was für „Bridge Baby“ steht. Das ist der Fötus im Tank. BB verleiht ihm unter anderem die Fähigkeit die „BTs“ (Beached Things) zu sehen. Diese Monster kommen aus einer anderen Dimension, um hier zu wüten.

Packesel

In der Mission die Kojima vorspielt, muss Sam vier Pakete mit Hilfsgütern (inklusive Sperma und Eier) ausliefern. Bevor es losgeht, wird die Ausrüstung gewählt. Dabei geht es nicht nur um das Gesamtgewicht, sondern auch wo Sam diese Sachen verstaut. Seile, Waffen und andere Ausrüstung kann im Rucksack oder in verschiedenen Taschen am Körper verstaut werden. Dies beeinflusst seine Mobilität und den Schwerpunkt. Ist das Gewicht etwa schlecht verteilt und man läuft eine zu scharfe Kurve, kommt Sam ins Wanken. Durch Drücken der L2- und R2-Tasten muss man dann versuchen, die Balance wiederzufinden.

Wie im Video zu sehen ist, können die großen Pakete und Kisten auch abgelegt werden, bevor man zB. in den Kampf zieht. Im Spielverlauf kann man auch eine Art Schwebeschlitten finden, mit dem sich größere Ladungen hinterherziehen lassen.

Ist man einmal unterwegs, ist der HUD ein wichtiges Tool. Dieser zeigt etwa, welches Gelände potenziell gefährlich ist. In einem Fluss werden die Stellen rot überlagert, in denen Sam von der Strömung abgetrieben wird. Blau steht für sicher und Gelb für Stellen, die mit etwas Feingefühl durchquert werden können. Um gefährliches Gelände zu vermeiden, kann schon vor dem Start der Mission eine Route geplant werden, die um solche Stellen herumführt anstatt mitten durch.

Pause in der Therme

Interessant ist, dass Sam nach der Flussdurchquerung eine Pause einlegt, um sich kurz zu erholen. In dieser Pause sieht er nach seinem BB und beruhigt es, falls nötig. Im späteren Spielverlauf wird man Gegenstände finden, wie etwa eine Mundharmonika, die man spielen kann, um das Baby effektiver zu beruhigen. Solche Pausen sind fixer Bestandteil des Gameplays. So findet man etwa auch heiße Quellen, in denen Sam und das Baby im Tank entspannen können.

Beim Überwinden von Hindernissen können andere Spieler helfen – allerdings nicht direkt. Bei dem asynchronen Multiplayer-Modus tauchen manchmal Gegenstände auf, die von anderen Spielern in deren Game zurückgelassen wurden. Dazu zählen etwa ausfahrbare Leitern und Seile bei Klippen. Solchen Gegenständen kann ein „Like“ gegeben werden. Likes sind eine Art Währung in Death Stranding. Für das Erfüllen von Missionen gibt es auch Likes.

Blut-Granate

Neben Schwimmen, Klettern und Pakete ausliefern, wird noch der Kampf gezeigt. Im Video ist zu sehen, wie Sam in ein Lager mit menschlichen Feinden schleicht. Kojima lässt sich absichtlich erwischen, um den offenen Kampf zu zeigen. Hier verwendet er nicht-tödliche Waffen, wie etwa einen Bola-Werfer, um Feinde zu fesseln.

Zum Schluss des Videos taucht noch ein BT auf. Herkömmliche Waffen scheinen kaum Schaden zu machen, weshalb Kojima zur Hematic Grenade greift. Diese Granate nutzt Blut. Wenn Sam keinen Blutbeutel mithat, ist es sein eigenes Blut, das zur Waffe wirft.

Death Stranding erscheint am 8. November für PS4.