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Netzpolitik
01/18/2020

Apple veröffentlicht, wie häufig Regierungen Daten anfordern

Im Transparenz-Bericht informiert Apple, wie häufig Regierungen bei ihnen Daten anfordern. Deutschland hat die Nase vorn.

Apple ist derzeit in Diskussionen mit dem FBI und der US-amerikanischen Regierung über die Herausgabe von Daten ihrer Nutzer. Nun hat das Unternehmen einen umfangreichen Bericht für die Zeitspanne 1. Jänner bis 30. Juni 2019 vorgelegt. Dieser enthält unter anderem Informationen darüber, wie häufig Regierungen Daten von Apple angefordert haben. 

Demnach forderten österreichische Behörden 373-mal Daten über insgesamt 1.207 Geräte an. In 79 Prozent der Fälle (296 Anfragen) lieferte Apple die angeforderten Informationen. Dabei handelte es sich beispielsweise um IMEI-Nummern, Seriennummern und Informationen über die Besitzer bestimmter Geräte, die Aufgrund von Gerichtsurteilen oder einem Durchsuchungsbefehl verlangt wurden.

Deutschland stellte die meisten Anträge

Insgesamt habe es 31.778 Anfragen durch Regierungen gegeben, von denen 82 Prozent von Apple beantwortet wurden. Die meisten Anfragen kamen mit 13.559 aus Deutschland, wovon 81 Prozent beantwortet wurden.

Auch Informationen über iCloud- und iTunes-Accounts seien von den Regierungen angefordert worden. Davon habe es insgesamt 6.480 Anträge gegeben,in 85 Prozent der Fälle teilte Apple die gewünschten Informationen mit. Die meisten Anfragen stammten hier aus den USA (3.619), aus Österreich kamen nur 12 Anfragen.

Apple hat zudem 70 Apps aufgrund von rechtlichen Verstößen aus ihrem App Store entfernt. Die meisten Anträge kamen aus China, das Land meldete 56 Apps. Weitere 25 Apps wurden aufgrund von Verstößen gegen die Nutzungsbestimmungen von iTunes entfernt, auch hier kamen die meisten Anträge aus China (22).