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Digital Life
01/17/2020

The Apple Archive zeigt kuriose Videos aus Apples Geschichte

Die Website Apple Archive sammelt alle Werbemittel des Unternehmens seit 1977. Einige davon hat man noch nie gesehen.

Seit 1977 macht Apple Werbung für seine Produkte, sei es mit Bildern oder Videos. Das inoffizielle Apple Archiv hat es sich zur Aufgabe gemacht, offizielle und interne Veröffentlichungen zu sammeln und zugänglich für alle zu machen. Herausgekommen ist eine Zeitreise durch über 40 Jahre Firmengeschichte. Wir haben die interessantesten Inhalte zusammengefasst. 

Ein Herzstück ist sicherlich die TV-Werbung für den Apple II von 1977. Eine Kombination aus Beep-Tönen und einer schnell sprechenden, verzerrten Computerstimme machen diesen Spot eher zu einem Grusel-Video als zur Marketing-Aktion.

Besonders ins Auge sticht ein Trainings-Video von 2006 zur Einführung von Easy Pay. Das Bezahlsystem für Apple-Mitarbeiter wurde in den Stores genutzt. Ob die Mitarbeiter zu diesem Musikvideo zur Melodie von Hadaways What is Love tatsächlich etwas lernen sollten, bleibt fraglich.

Als 1998 der iMac unters Volk gebracht werden sollte, konnte Apple den Schauspieler Jeff Goldblum für die Werbekampagne verpflichten. Neben zahlreichen Spots, in denen Goldblum über Toast oder die Farbe Beige spricht, erklärt er in einem unveröffentlichten Video drei Kindern die Komplexität von Kriegsführung, während sie unter einem Tisch sitzen.

Krieg schien ein spannendes Thema für Apple zu sein. In diesem Spot von 1999 wird der PowerMac G4 als starke Waffe vorgestellt.

Kurz vor der Jahrtausendwende, als einige Verschwörungstheoretiker mit einem Blackout rechneten, veröffentlichte Apple einen humorvollen TV-Spot, der versicherte, dass Macintosh Computer sicher seien. Protagonist des Videos ist eine Version von HAL 9000, dem bösen Roboter aus Stanley Kubricks Film 2001: A Space Odyssey.

Auch Produkte, die nie auf den Markt kamen, hatten bereits Werbespots. Hier sieht man die AirPower-Ladematte von 2017, die von Apple gestrichen wurde.

Die 6. Generation des iPod Nano hatte einen kleinen Clip, um ihn beispielsweise an der Kleidung zu arretieren. Mit einer Werbekampagne wurde diese Funktion verdeutlicht. Die unveröffentlichten Bilder zeigen das Gerät an einem Absatzschuh, einem Messer und einem Fertigsuppen-Topf. 

2003 begann Apple damit, den iPod in Kombination mit iTunes zu bewerben. Die Spots mit den farbigen Hintergründen und tanzenden Menschen, die nur als schwarze Schatten zu sehen waren, blieben im Gedächtnis.

2006 befeuerte man ganz direkt die Rivalität zwischen Apple und Microsoft. Eine Werbespot-Reihe mit einem älteren, untersetzen Anzugträger, der für Microsoft steht und dem Schauspieler Justin Long, der im Kaputzenpulli, Jeans und Turnschuhen den "coolen" Mac-Nutzer verkörperte,  sollte von den Vorzügen der Apple Produkte überzeugen.