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Kritik
05/19/2014

Cisco-CEO beschwert sich bei Obama wegen NSA-Spionage

Angesichts der NSA-Überwachung ist US-Präsident Barack Obama mit zunehmender Kritik aus der amerikanischen Technologiebranche konfrontiert.

Die Kritik aus der amerikanischen Technologiebranche an der ausufernden NSA-Überwachung nimmt zu. Jetzt beschwerte sich der Netzwerk-Ausrüster Cisco bei US-Präsident Obama. Mit den Enthüllungen über die Überwachung werde das Vertrauen in das Internet untergraben, schrieb Cisco-Chef John Chambers in einem am späten Sonntag bekanntgeworden Brief.

Cisco war vergangene Woche ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, nachdem Vorwürfe laut wurden, die NSA fange Geräte von amerikanischen Hardware-Herstellern ab und präpariere sie zur besseren Überwachung der Nutzer. Chambers griff zu scharfen Worten, wie aus einer vom US-Technologieblog "Recode" veröffentlichten Kopie des Briefs hervorgeht.

„Wir können so einfach nicht arbeiten“, schrieb er. Die Kunden vertrauten darauf, sichere Technik geliefert zu bekommen. Ohne ein Umdenken werde die Technologieführerschaft amerikanischer Unternehmen in der Netzwirtschaft leiden. Zuvor hatte bereits Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in einem Brief an Obama die Überwachungstätigkeit des Geheimdiensts NSA kritisiert.