Netzpolitik 11.04.2017

EU-Kommission will einheitliche Ladekabel für Smartphones

USB-C wäre ein vielversprechender Standard, der mittlerweile auch bei Geräten wie Laptops oder Tablets zu finden ist © Bild: Belkin

Die EU arbeitet an einer "freiwilligen Verpflichtung" der Hersteller. Die vorherige Regelung ist bereits 2012 ausgelaufen und umfasste nur 80 Prozent der Hersteller.

Die EU-Kommission will endgültig einheitliche Ladekabel für Mobiltelefone einführen. Derzeit arbeite die EU-Behörde an einer "neuen freiwilligen Verpflichtung" aller Hersteller, erklärte eine Sprecherin am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Die Kommission sei "zuversichtlich", bald eine Lösung zu finden.

"Keine erneute Fragmentierung"

Anfang April hatte die für den Binnenmarkt zuständige Kommissarin Elzbieta Bienkowska dem Europäischen Parlament auf Anfrage mitgeteilt, eine "erneute Fragmentierung des Markts für Ladegeräte" werde sie "nicht hinnehmen".

Eine neue Selbstverpflichtung könne die Fragmentierung des Markts "weiter reduzieren" und komme den Verbrauchern entgegen, erklärte die Sprecherin weiter. Darüber hinaus trage die Strategie dazu bei, Innovationen im Sektor zu stimulieren und Elektromüll zu vermindern.

Selbstverpflichtung 2012 ausgelaufen

Bereits 2009 hatten sich nach Angaben der EU-Kommission 80 Prozent der Mobiltelefonhersteller freiwillig dazu verpflichtet, universale Ladekabel für ihre Produkte anzufertigen. Die Selbstverpflichtung lief allerdings 2012 aus. In Anbetracht der "positiven Ergebnisse" wolle die Kommission einen "kooperativen Ansatz" verfolgen und es den Herstellern überlassen, "über die technischen Merkmale der nächsten Generation einheitlicher Ladegeräte zu entscheiden", wie Bienkowska dem Parlament versichert hatte.

( Agenturen ) Erstellt am 11.04.2017