Netzpolitik
10.07.2018

Krone-Chefredakteur droht Kobuk mit Klage

© Bild: /pixdeluxe/iStockphoto

Das Medienkritik-Portal Kobuk muss mit einer Klage wegen seiner Kritik an einem Bericht über Radfahrer, Fußgänger und Toten, der in der „Krone“ erschienen war, rechnen.

„Von Rad-Rowdys niedergemäht – So macht die Krone Stimmung“ titelte das Blog Kobuk, das sich seit Jahren mit Medienkritik in Österreich beschäftigt. Im betreffenden Blogeintrag rechnete der Kobuk Autor vor, wie sich die „Krone“ in einem Bericht offenbar bei den Prozentangaben bei den Konflikten zwischen Radfahrern und Fußgängern vertan hat.

Vorwurf der Stimmungsmache

„Radfahren wird in Wien tendenziell sicherer, und Wiens FußgeherInnen müssen sich heute weniger fürchten als früher“, heißt es in dem Eintrag zur Kritik am „Krone“-Artikel, der den Kampf „Radfahrer gegen Fußgänger“ hervorhebt und sich dabei auf Zahlen beruft, die nicht öffentlich zu sein scheinen.

Kobuk-Initiator Helge Fahrnberger hat zudem öffentlich etwas zu der Causa getwittert.
 

Krone-Online-Chef Richard Schmitt hat nun laut einem Bericht von „Der Standard“ in einer privaten Direktnachricht mit einer Klage angedroht. Er habe vor, den Fall „durch alle Instanzen“ zu jagen, heißt es in dem Bericht. Auf Kobuk.at bleibt der Blogeintrag unverändert stehen. „Wir stehen weiter zu dieser Medienkritik“, heißt es dort. Laut Fahrnberger sei es seit der Existenz von Kobuk zwar schon mehrfach zu „erbosten Reaktionen“ gekommen, mit einer Klage war man bisher aber noch nicht konfrontiert.