Netzpolitik 27.04.2018

Privatsender fordern verbindliche Regeln für Google und Co

© Bild: APA/AFP/DAMIEN MEYER

Große Internet-Konzerne stellen laut den österreichischen Privatsendern eine Gefahr für Demokratien und Medien dar.

Der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) fordert anlässlich seiner Generalversammlung die Absicherung des Medienstandorts Österreich sowie faire Spielregeln für Google & Co. "Das duale Mediensystem in Österreich muss gestärkt werden", erklärte der wiedergewählte VÖP-Vorsitzende Ernst Swoboda (Kronehit).

Kritik am ORF

"Hierfür braucht es eine pluralistische und wirtschaftlich wie politisch unabhängige private Medienlandschaft einerseits und einen unverwechselbar öffentlich-rechtlichen ORF andererseits. Das bisherige Selbstverständnis des ORF als Konkurrent und Gegner der Privatsender ist überholt. Er muss seine kommerziellen Aktivitäten zurückfahren und mehr in Public Value investieren." Aufgabe der Medienpolitik ist es laut Swoboda, den ORF so zu reformieren, dass er die duale Medienlandschaft nachhaltig unterstützt und absichert.

Swobodas Stellvertreter, Markus Breitenecker (Puls 4), forderte im Zusammenhang mit den großen Online-Medienplattformen regulatorische Lösungen, weil diese eine Gefahr für Demokratie und Medien darstellten. "Es braucht europaweit verbindliche Regeln für Google, Facebook & Co", so Breitenecker.

( Agenturen ) Erstellt am 27.04.2018