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Netzpolitik
05/05/2012

Safari-Cookies: Google vor Millionenstrafe

Der Internetkonzern verhandelt derzeit über die Höhe der Strafe. Insider sprechen von zehn Millionen US-Dollar oder mehr. Google soll Sicherheitssperren in Apples Browser Safari mittels Cookies umgangen haben.

Google verhandelt aktuell mit der US-Handelsbehörde FTC über das Ausmaß der Strafzahlungen, nachdem Sicherheitssperren im Apple-Browser Safari mittels Cookies

. Wie Bloombergberichtet, sprechen Insider von Strafzahlungen in Höhe von zehn Millionen Dollar oder mehr. Es wäre das erste Mal, dass die FTC eine solche Strafe aufgrund von Datenschutz-Verletzungen verhängt. Laut der Handelskommission sei es unzulässig, durch das Einschalten von Cookies die Privatsphäre-Einstellungen eines Nutzers zu umgehen.

Google hatte einen Weg gefunden, beim Safari-Browser ohne Zustimmung der Nutzer die Cookies zu hinterlassen. Mit diesen kleinen Dateien, kann das Verhalten im Netz teilweise nachverfolgt werden. So konnte Google auch gegen den Willen der User personalisierte Werbung anzeigen.

"Wir werden natürlich mit allen Behörden zusammenarbeiten, die auf uns mit Fragen zukommen", so ein Google-Sprecher. Weiter wollte er die kolportierten Verhandlungen nicht kommentieren. Auch die FTC will sich derzeit nicht öffentlich äußern.

Abkommen unterzeichnet
Erst im vergangenen Jahr hatte Google ein Abkommen mit der FTC unterschrieben, wonach sich der Konzern zu einem strengeren Schutz der Privatsphäre seiner Nutzer verpflichtet. Aufgrund des erneuten Verstoßes könnten die Strafzahlungen nun tatsächlich in den zweistelligen Millionenbereich gehen.

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