Netzpolitik 28.05.2014

Snowden: "Ich war ein High-Tech-Spion"

Snowden im NBC-Interview © Bild: Screenshot

In einem TV-Interview entgegnet Ex-NSA-Mitarbeiter Edward Snowden seinen Kritikern und erklärt, dass er im Ausland als klassischer CIA- und NSA-Spion tätig war.

Der frühere NSA-Mitarbeiter Edward Snowden ist nach eigenen Worten von den US-Geheimdiensten zum Spion ausgebildet worden. In einem TV-Interview mit dem US-Sender NBC bezeichnete er sich selbst als "High-Tech-Spion". Bevor er die Überwachungspraktiken der USA publik gemacht habe, sei er im Ausland als verdeckter Ermittler für die US-Dienste CIA und NSA tätig gewesen, sagte Snowden im Interview, das am Dienstag ausgestrahlt wurde. Er sei zum Spion im traditionellen Sinne ausgebildet worden und habe nur als Deckmantel eine andere Tätigkeit ausgeübt. "Wenn sie (Kritiker) sagen, dass ich nur ein einfacher System-Administrator bin, der nicht weiß, wovon er redet, dann ist das irgendwie irreführend", fügte er hinzu.

Er sei ein Technik-Experte, der "für die USA Systeme zum Laufen gebracht habe". Zudem habe er Vorträge vor einer Akademie zur Spionageabwehr gehalten und dabei Methoden entwickelt, um für die Sicherheit von Informationen und US-Bürgern in einem feindlichen Umfeld zu sorgen.

Snowden hält sich derzeit in Moskau auf, wo er Asyl erhalten hat. In den USA droht ihm ein Prozess unter anderem wegen Diebstahls von Regierungseigentum und der Weitergabe geheimer Dokumente.

Erstellt am 28.05.2014