Netzpolitik
09.01.2014

US-Aufsichtsbehörde will "Sponsored Data" prüfen

Der Vorstandsvorsitzende der Federal Communications Commission (FCC) kündigte an, sich das "Sponsored Data"-Programm von AT&T genauer unter die Lupe nehmen zu wollen.

Wie von der futurezone berichtet, will der US-Mobilfunkprovider AT&T künftig mit "Sponsored Data" einen werbefinanzierte Datenverbrauch ermöglichen. Kunden sollen durch dieses Programm bei gewissen Diensten, Web-Inhalten, Videos, Filmen oder Spielen keine Gebühren für den anfallenden Daten-Traffic zahlen müssen, stattdessen sollen die Unternehmen diese Kosten (für die Kunden) übernehmen, verbuchbar unter „Werbung“.

Der Vorstandsvorsitzende der US-Aufsichtsbehörde FCC, Tom Wheeler, kündigte bei seinem Vortrag auf der CES nun an, dass er dieses "Sponsored Data"-Programm von AT&T prüfen wolle. "Meine Einstellung dazu ist: Schauen wir es uns erst einmal an, analysieren wir, wie das Programm funktioniert. Wenn es gegen die Grundsätze des freien Internets verstößt und sich in eine wettbewerbsfeindliche Praxis entwickelt, wenn jemand dadurch wirklich eine bevorzugte Behandlung erfährt, ist es für die Behörde klar, dass wir Schritte dagegen unternehmen werden", so Wheeler.