Netzpolitik 15.07.2016

US-Tech-Granden: Trump wäre Desaster für Innovation

Trump © Bild: AP/Gerry Broome

Ein offener Brief, der von über 100 Vertretern der US-Technologiebranche unterschrieben wurde, zeugt von großer Besorgnis über einen möglichen Präsidenten Trump.

In einem offenen Brief zu den möglichen Auswirkungen eines Wahlsiegs von Donald Trump bezieht ein großer Teil der US-Technologiebranche klar Stellung gegen den umstrittenen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner, wie theverge berichtet. Hochrangige Vertreter von großen Unternehmen wie Facebook, Slack oder Instagram haben das Schreiben unterzeichnet. Darin steht, dass Trump "ein Desaster für die Innovation" wäre. Zu den prominentesten Unterstützern gehören Tim Wu, Steve Wozniak, Stewart Butterfield, Padmasree Warrior, Esther Dyson und Ev Williams.

Vor allem Trumps Vorschläge zur Beschränkung der Zuwanderung, seine feindliche Haltung gegenüber den Medien und seine Pläne, Teile des Internets abzuschalten, bereiten den Unterzeichnern Sorgen. Seine Ideen würden laut dem Brief "Märkte verzerren, Exporte reduzieren und die Schaffung von Arbeitsplätzen verlangsamen. "Seine Vision richtet sich gegen den Austaussch von Ideen, den freien Personenverkehr und die produktive Auseinandersetzung mit der Außenwelt, auf der unsere Wirtschaft fußt", heißt es im Text.

Die Technologiebranchenvertreter fordern einen Kandidaten, der die Grundsätze, auf denen ihr Geschäft fuße, nämlich Meinungsfreiheit, Offenheit für Neuankömmlinge, Chancengleichheit, öffentliche Investitionen in Forschung und Infrastruktur und Rechtssicherheit, akzeptiert.

( futurezone ) Erstellt am 15.07.2016