Was ist Aliro und warum soll es meinen Wohnungsschlüssel ersetzen?

Was ist Aliro und warum soll es meinen Wohnungsschlüssel ersetzen?

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Was ist Aliro und warum soll es meinen Wohnungsschlüssel ersetzen?

In den vergangenen Jahren sind Kredit- und Bankkarten, Boarding-Pässe, Führerschein und zahlreiche weitere Tickets und Eintrittskarten ins Smartphone verlagert worden. Nun kündigt sich die nächste Digitalisierung an: Der Wohnungsschlüssel soll künftig durch das Handy ersetzt werden. 

Eine schlüssellose Zukunft soll der Aliro-Standard möglich machen, der am Donnerstag erstmals offiziell veröffentlicht wurde. Unterstützt wird der neue Smart-Lock-Standard unter anderem von Apple, Google, Samsung und zahlreichen weiteren Herstellern. 

Nuki, der österreichische Marktführer bei smarten Türschlössern, hat beispielsweise bereits das passende Keypad 2 NFC angekündigt. Es wird am 24. März präsentiert, unterstützt NFC und ist mit dem neuen Aliro-Standard kompatibel.

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Was bringt Aliro?

Bis jetzt war es so: Jeder Hersteller von smarten Türschlössern hat sein eigenes Süppchen gekocht. Um ein solches Schloss aufsperren zu können, war man auf die Smartphone-App des Herstellers sowie auf das passende Ökosystem angewiesen. Das hat zu einem unübersichtlichen Chaos geführt. So benötigte man etwa für das Zuhause, das Büro, das Fitnessstudio oder das Hotel die jeweiligen Apps der Hersteller. 

Mit Aliro sollen diese Grenzen nun gesprengt werden. Die digitalen Schlüssel am Handy werden aus den jeweiligen Apps gelöst und direkt in die Smartphone-Wallets von Apple, Google oder Samsung integriert. Auf diese Weise lassen sich kompatible Türschlösser mit den digitalen Schlüsseln öffnen, die in der Wallet liegen - ohne dass die App des Herstellers notwendig ist.

Übrigens: Türschlösser können auch mit Smartwatches entriegelt werden. Sofern die digitalen Schlüssel im Wallet auf einer Smartwatch liegen, haben sie dieselbe Funktionalität wie auf dem Handy.

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Wie funktioniert das?

Die Kommunikation zwischen smartem Türschloss und Handy wird entweder über Ultra-Wideband (UWB), Bluetooth LE oder NFC bewerkstelligt. Bei UWB und Bluetooth LE wird man das Handy in der Hosentasche lassen können. Man muss sich dem Türschloss lediglich nähern, um es zu entsperren. Bei NFC wird dies nur mittels "Tap-to-Access" funktionieren. Wie beim Bezahlen im Supermarkt wird man das Smartphone an das Türschloss oder Keypad halten müssen. 

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Offline und verschlüsselt?

Besonders praktisch ist, dass keine aktive Internetverbindung notwendig ist. Der komplette Entriegelungsprozess wird über die direkte Verbindung zwischen Türschloss beziehungsweise Keypad und Handy abgewickelt. Die digitalen Schlüssel nach dem Aliro-Standard setzen auf eine hochgradige, asymmetrische Verschlüsselung, sodass sie nicht kompromittiert werden können.

Kann ein digitaler Schlüssel weitergegeben werden?

Eine Stärke von Aliro und den digitalen Zutrittsschlüsseln im Wallet ist die Verwaltung der Schlüssel. Ein digitaler Schlüssel kann ganz einfach an Freunde, Gäste, Mitarbeiter oder Mitglieder verteilt und wieder eingezogen werden. Auf diese Weise könnten in Zukunft unter anderem die Hotelzimmer per Smartphone aufgesperrt werden. 

Überall, wo derzeit Zutrittskarten, Key-Fobs, Codes oder klassische physische Schlüssel benötigt werden, könnten diese künftig über das Smartphone abgewickelt werden. So gesehen schickt sich Aliro an, zum Apple Pay oder Google Pay für Türschlüssel und Zutrittssysteme zu werden. 

Wann wird es soweit sein?

Die erste Version des Aliro-Standards wurde soeben veröffentlicht. Wie rasch die Hersteller darauf reagieren und passende Produkte auf den Markt bringen, bleibt abzuwarten. Nuki wird jedenfalls am 24. März ein erstes Aliro-kompatibles Keypad vorstellen. Das Praktische daran ist, dass das Keypad 2 NFC auch mit älteren smarten Nuki-Türschlössern funktioniert.

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Florian Christof

Großteils bin ich mit Produkttests beschäftigt - Smartphones, Elektroautos, Kopfhörer und alles was mit Strom betrieben wird.

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