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07.12.2016

Aus für Pebble: User bekommen ihr Geld zurück

Das Schicksal vom Smartwatch-Hersteller Pebble ist besiegelt. Die Firma wird aufgelöst, ausstehende Produkte nicht mehr ausgeliefert. Fitbit kauft Teile des Unternehmens.

Der Traum ist ausgeträumt. Pebble, eines der Vorzeige-Projekte der Crowdfunding-Plattform Kickstarter, hat das Aus bekanntgegeben. Vorbestellte und bezahlte Produkte wie die Time 2, Core und Time Round Kickstarter Editions werden nicht produziert. Unterstützer sollen in den kommenden vier bis acht Wochen aber ihr Geld zurückbekommen, versprach Pebble in einer E-Mailaussendung und einem Blogbeitrag an Unterstützer.

Fitbit springt ein

Wie bereits gerüchteweise kolportiert wurde, geht ein Großteil des Know-hows und der Mitarbeiter in Fitbit auf. Der Fitness-Tracker-Hersteller soll Pebble um 35 bis 40 Millionen Euro übernommen haben - ein schwacher Trost, soll dieser Betrag doch nicht einmal alle Schulden tilgen. Am Höhepunkt des Firmenerfolgs soll etwa der japanische Uherhersteller Citizen 740 Millionen Euro für eine Übernahme geboten haben.

Inwiefern Pebble bei Fitbit weiterleben wird, ist völlig ungewiss. Die bereits entwickelte und produzierte Hardware ist jedenfalls nicht Teil des Deals. Auch bereits bestellte Modelle der Pebble 2, die nicht mehr ausgeliefert wurden, werden nicht mehr nachproduziert. Bestehende Pebble-Uhren werden weiter funktionieren, aber auch hier weist Pebble seine User darauf hin, dass die Service-Qualität und Funktionalitäten schwrittweise zurückgefahren werden.

Dankesworte an Unterstützer

Am Schluss der E-Mail-Nachricht folgt der obligatorische Dank an die Community: "We will always remember the love you showed Pebble, through thick and thin." Abgerundet wird der Dank für die treue Unterstützung durch dick und dünn mit einem Mark-Twain-Zitat. Pebble hat rund zwei Millionen Geräte ausgeliefert, 10,2 Millionen Dollar Finanzierung war lange Zeit der Rekord auf Kickstarter, der schließlich von Pebble mit weiteren Kampagnen gebrochen wurde.