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10.01.2018

Bytons Elektro-SUV fährt sich wie "die erste Klasse"

Wie fährt sich das Konzept-Auto des in China angesiedelten neuen Autoherstellers Byton mit einem Kernteam aus Ex-BMW-Managern? Auf der CES gab es erste Testpiloten.

Ein neuer Elektroauto-Hersteller demonstrierte auf der CES sein erstes Fahrzeug. Der Elektro-SUV soll ab 2019 erhältlich und deutlich günstiger als Teslas Model X sein. Ein Journalist von „The Verge“ konnte das neue Fahrzeug von Byton bereits genauer besichtigen.

Faszinierender Riesen-Touchscreen

Als „besonders“ schildert er den großen Touchscreen, der mit Abmessungen von 1,24 Metern mal 25 Zentimeter riesig wirkt. „Es lenkt zwar ab, blockiert aber nicht die Sicht auf die Straße“, schildert er seine Erfahrungen. Die Auflösung sei scharf, sehr farbreich und lebendig und es sei schwer gewesen, die Augen davon zu lassen. Die Bedenken, dass der Riesen-Screen von der Fahrbahn ablenke, seien jedoch aus seiner Sicht berechtigt.

Der Touchscreen war für den Journalisten offenbar auch das Faszinierendste an dem chinesischen Auto. Als „besonders sinnvoll“ empfand er die Unterteilung des Bildschirms in einzelne Bereiche. Auf der rechten Seite gebe es einen eigenen „Entertainment“-Bereich, über den man Musik oder Videos steuern, oder Anrufe entgegennehmen könne. Der Bildschirm-Teil direkt vor dem Fahrer würden hingegen vor allem Informationen einblenden, die dieser benötigt, um das Auto zu steuern – wie Geschwindigkeit und Akkulaufzeit.

"Wie in der ersten Klasse"

Dann gab es aber auch noch ein eigenes Widget am Screen, das Live-Bilder aus den Kameras zeigt, die auf der Seite und auf der Rückseite des Byton angebracht sind. Diese Kameras sind nicht in allen Ländern der Welt erlaubt.

Die Fahrt im Elektro-SUV beschreibt der „Verge“-Journalist als „schnell und lustig, aber es ist kein Tesla“. Er habe sich „wie in der ersten Klasse“ gefühlt. Die Sitze sind bequem und es sei genügend Platz für die Beine.

Der Wagen soll wie berichtet in der Standard-Ausführung eine Reichweite von 400 Kilometern mit einer Batterieladung haben, in einer Version mit größeren Akkus soll sie bis 520 Kilometer gehen. Den Antriebsstrang und die Akkuzellen kauft Byton zu, entwickelt aber die Batteriepacks selbst, weil das eine Schlüsseltechnologie für das Geschäft sei. Der Preis soll bei 45 000 Dollar liegen. Byton will sein erstes Modell zunächst Ende 2019 in China auf den Markt bringen. 2020 will Byton damit in die USA gehen - und in der zweiten Jahreshälfte dann auch nach Europa.