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Canons Digicams S110, G15 und SX50 im Kurztest

Neben der EOS 6D hat Canon auch die Vorserienmodelle von drei neuen Powershot-Digicams vorgestellt. Die G15 ist der Nachfolger der G12. Warum zwei Versionsnummern ausgelassen wurden, könnte an Aberglauben liegen, da die 13 und 14 in einigen Kulturen als Unglückszahlen gelten. Die G15 liegt trotz kompakter Maße noch einigermaßen gut in der Hand. Die auffälligste Neuerung bei den Bedienelementen sind das Moduswahlrad und das Rad für die Belichtungskorrektur, die jetzt überlappend angebracht sind.

Eine willkommene Fotografiehilfe ist die virtuelle Wasserwaage, die die Ausrichtung der Kamera auf zwei Achsen am Display anzeigt. Die Anzeige ist kleiner als bei anderen Digicams und nicht mitten im Display, sondern unterhalb positioniert, um das Motiv nicht zu verdecken. Beim Fokussieren war das Vorserienmodell der G15 überraschend schnell, auch mit der minimalen Blende von 1,8 bei 1-fach-Zoom und 2,8 bei 5-fach-Zoom. Der optische Sucher ist nach wie vor nur ein Mini-Guckloch und höchstens für den Notfall geeignet, wenn durch starkes Sonnenlicht gar nichts mehr auf dem Display zu erkennen ist. Einen Lichtsensor, der das Display ausschaltet, wenn man mit dem Auge zum Sucher geht, gibt es nicht.

50-fach Zoom
Die Powershot SX50 HS ist die erste Bridgecam von Canon mit einem 50-fach optischen Zoom (529 Euro, Ende September). Die Haptik des Vorserienmodells kann nicht überzeugen. Das Material vermittelt keinen hochwertigen Eindruck, wodurch die 12-MP-Cam trotz ihrer wuchtigen Form und des Gewichts von fast 600 Gramm etwas fragil wirkt.

Das Display ist schwenkbar. Statt einem optischen Notsucher, wie bei der G15, kommt ein elektronischer Sucher zum Einsatz. Bei 50-fach Zoom braucht die SX50 zwar etwas über eine Sekunde zum Fokussieren, dafür sind die Bilder aber scharf. Getestet konnte dies aber nur bei guten Lichtverhältnissen werden.

PowerShot S110
Die S110 ist der Nachfolger der populären S100. Sie nutzt denselben Sensor wie die G15, verzichtet aber auf einige Tasten und Räder sowie den optischen Sucher und ist dadurch deutlich kompakter. Mit 198 Gramm ist noch dazu sehr leicht.

Die schwarze Version hat eine raue Oberfläche und liegt dadurch sehr gut in der Hand. Die weiße Variante ist hingegen glatt, was in Kombination mit den kleinen Maßen einem sicheren Halt nicht unbedingt förderlich ist. Der Touchscreen reagiert gut, wenn auch nicht ganz so flott wie bei der Canon 650D.

Der ausfahrbare Blitz ist komplett motorisiert. Es gibt keine eigene Blitztaste, die ihn aus dem Gehäuse ausfahren lässt. Drückt man das Bedienrad rechts, öffnet sich das Blitzmenü am Display. Wählt man den Blitz hier aus, wird er ausgefahren. Schaltet man die Kamera ab oder deaktiviert man in diesem Menü den Blitz, wird er automatisch eingefahren.

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