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29.10.2016

Comma One: Autopilot zum Nachrüsten wird eingestellt

Der im September vorgestellte Nachrüst-Autopilot Comma One wird nicht auf den Markt kommen. Erfinder George Hotz will sich nicht mit Vorschriften und Anwälten herumärgern.

Im September noch mit viel Furore vorgestellt, wird Comma One doch nie das Licht der Welt erblicken. Erfinder George Hotz, der 2007 den ersten Jailbreak eines iPhone vornahm, kündigte das Ende des Autopiloten zum Nachrüsten in einer Reihe von Tweets an. Das Konzept von Comma.ai, dem Unternehmen hinter Comma One, sah vor, ein normales Auto mit einem Elektronik-Set um 999 Dollar zu einem autonom fahrenden Vehikel zu machen. George Hotz hat aber offenbar nicht damit gerechnet, dass sein Produkt strengen Regulationen unterliegen könnte.

Die US-Straßenverkehrsbehörde NHTSA hat Hotz einen Brief geschrieben, in dem 15 Fragen zu Sicherheitsfragen des Produkts Comma One gestellt werden. Wie TechCrunch berichtet, entspricht dieses Vorgehen gängigen Standards. Hotz jedoch fühlt sich angegriffen: "Das erste Mal, dass ich von ihnen höre und sie beginnen mit Drohungen. Kein Versuch eines Dialogs", twittert Hotz. Das verlinkte Dokument entspricht seiner Beschreibung jedoch nicht wirklich. Die NHTSA äußert darin lediglich die Befürchtung, dass Comma One die Sicherheit der Kunden gefährden könnte und empfehlen eine Verschiebung des Marktstarts.

Hotz erklärt jedoch das Ende seiner Bemühungen um einen Nachrüst-Autopiloten. "Ich verbringe mein Leben lieber damit, großartige Technik zu entwickeln, als mich mit Regulatoren und Anwälten abzugeben. Comma One ist eingestellt. Comma.ai wird andere Produkte und Märkte erforschen", twittert Hotz. Er merkt außerdem an, dass er sich aktuell in Shenzhen, China, aufhält.