Kochroboter Nosh One steht auf einer Küchenarbeitsplatte mit frischen Tomaten und Paprika.

Der Nosh One auf einem Werbebild.

© Nosh Robotics
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Dieser Roboter kann 500 Gerichte selbstständig kochen

Besonders für die Tech-Leute im Silicon Valley scheint Essen, geschweige denn das Kochen, ein mühsames, notwendiges Übel zu sein. Wie sonst könnte man die unzähligen Mahlzeit-Ersatzprodukte à la Soylent oder die Bestrebungen hin zu humanoiden Roboterköchen erklären?

Nosh Robotics – nicht zu verwechseln mit mehreren ähnlich klingenden Food-Tech-Startups – bringt nun via Kickstarter ein neues Gerät auf den Markt, das einem das Kochen abnehmen soll. Nosh One ist ein Kochroboter, der aus zuvor bereitgestellten Zutaten über 500 Gerichte „wie ein Mensch“ selbstständig kochen können soll.

Trotzdem viel händische Arbeit

Für einen Early-Bird-Preis von 1.499 US-Dollar (ca. 1.290 Euro) kann man sich das in-der-Küche-stehen sparen, wie Nosh betont. Auf dem Touchscreen oder in der App kann man aus über 500 Gerichten verschiedener Länderküchen auswählen, z.B. US-amerikanische Mac & Cheese, italienisches Pilzrisotto, mexikanischen Bohneneintopf oder indisches Biryani.

Doch um das Waschen und Schneiden von Gemüse muss man sich trotzdem kümmern. Alle nötigen Zutaten muss man nämlich im Vorhinein in der richtigen Form in den entsprechenden Behälter füllen. Die Gewürzlade muss man ebenfalls händisch befüllen.

Per App planen

Nosh schlägt vor, den Wocheneinkauf mit der hauseigenen App zu planen. Am Wochenende könne man sich dann darum kümmern, die Zutaten zu besorgen und entsprechend vorzubereiten. Für jeden Wochentag befüllt man dann einen Behälter, und lagert ihn bis zur Verwendung im Kühlschrank.

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Am Koch-Tag braucht man den entsprechenden Behälter nur noch in den Nosh einsetzen und das passende Rezept starten. Laut Hersteller entscheidet das Gerät mittels KI-Bilderkennung, wann welche Zutaten in den Topf kommen sollen und wann umgerührt werden soll. Die Nosh-App schickt eine Benachrichtigung, wenn das Essen fertig ist.

Spülmaschinenfest

Der Kochroboter ist durch eine Klappe komplett in sich abgeschlossen, sodass kein Rauch oder Dämpfe nach außen dringen. Die einzelnen Teile sind spülmaschinengeeignet.

Der Hersteller erklärt auf Kickstarter, dass bestehende Küchengeräte Teile des Kochens automatisieren, aber Nutzerinnen und Nutzer immer noch in Presets, starre Rezepte oder ständige Überwachung zwingen. Nosh wolle das ändern.

Teures Abo, überschaubare Arbeitserleichterung

Wenn man bedenkt, wie viel händisches Schnippeln zur Nutzung nötig ist, und auch der Nosh-Roboter auf exakt abgewogene Zutaten angewiesen ist, ist dieser Claim wenig überzeugend. Noch dazu braucht man, wenn man das Gerät regulär kauft, ein jährliches 180-US-Dollar-Abo für Rezepte. Nur im Early-Bird-Preis ist das schon enthalten. Nach der Kickstarter-Kampagne soll der Nosh One 2000 US-Dollar (ca. 1725 Euro) kosten – das ist mehr als der bei uns geläufigste Kochautomat Thermomix (1549 Euro).

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Das Erstellen eigener Rezepte ist bei Nosh auf 50 Stück pro Jahr begrenzt. Vorgegebene Rezepte der App kann man auch nur mit Beschränkungen verändern. Die Auslieferung des nur in den USA verfügbaren Geräts soll im April starten.

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