© Google/Levi's

ATAP
05/21/2016

Google zeigt smarte Levi’s-Jacke und Radarchip für Gadgets

Google bringt gemeinsam mit Levi's eine smarte Jacke auf den Markt. Zudem zeigte man Fortschritte bei einem Radar-Chip, der schon bald in Gadgets zum Einsatz kommen könnte.

Sprachsteuerung und Touch sind mittlerweile nicht mehr die einzigen Eingabemöglichkeiten für Smartphones und Tablets. Google präsentierte im Rahmen der Google I/O unter anderem seine Vorstellung davon, wie wir künftig mit unseren Mobilgeräten interagieren. Dabei sollen vor allem zwei Projekte helfen, an denen derzeit bei Googles Forschungsteam ATAP (Advanced Technology and Projects) gearbeitet wird.

Jacke für Radfahrer

Im Rahmen von Projekt Jacquard wird derzeit Kleidung erforscht, die Touch-Eingaben erkennen kann. Ein erstes Produkt, das gemeinsam mit Levi’s entwickelt wurde, wurde im Rahmen der Google I/O erstmals gezeigt. In den Stoff wurden elektrisch leitende Fasern gewoben, die bestimmte Gesten am Ärmel erkennen können. Die notwendige Hardware dafür befindet sich im sogenannten „Smart Tag“, der einem herkömmlichen Knopf zum Verwechseln ähnlich sieht.

Dieser leuchtet beispielsweise bei einem Anruf auf, der Benutzer kann diesen dann durch einfaches Wischen am Ärmel annehmen oder ablehnen. Auch Musik und Navigation können so einfach gesteuert werden, wie Google in einem kurzen Video zeigt. Die Jeansjacke richte sich vor allem an Radfahrer und soll ab Frühjahr 2017 im Handel erhältlich sein. Im Herbst wird zudem eine Beta-Phase gestartet, bei der ausgewählte Entwickler die „Commuter Trucker Jacket“ ausprobieren können. Der Preis wurde noch nicht bekannt gegeben.

Gesten aus der Ferne erkennen

Mit Projekt Soli soll man hingegen Gadgets bedienen können, ohne diese zu berühren. Dazu wird ein kleiner Radarchip verbaut, der Gesten auch aus mehreren Metern Distanz erfassen kann. Google zeigte unter anderem eine Smartwatch sowie einen JBL-Lautsprecher, die vollständig auf diese Art und Weise gesteuert werden konnten.

Da der Energieverbrauch sehr gering ausfällt - der Radarchip verbraucht lediglich 0,054 Watt - und der Chip mit 6 mal 10 Millimeter sehr klein ist, könnte er in nahezu jedem Gadget verbaut werden. Wann die ersten Geräte mit dieser Technologie auf den Markt kommen, ist vorerst unklar.