Produkte
02/26/2014

HP Pavilion x360: Günstiger Yoga-Klon im Hands-On

Das günstige Ultrabook HP Pavilion x360 kopiert erfolgreich das Konzept des Lenovo IdeaPad Yoga. Lediglich die Verarbeitung hinkt dem Vorbild etwas hinterher.

Eines der besten Convertible-Geräte für Windows 8(.1) ist nach wie vor

das Lenovo IdeaPad Yoga
, das bereits in vier verschiedenen Variationen erhältlich ist. HP hat anlässlich des Mobile World Congress mit dem Pavilion x360 seine eigene Vorstellung eines Laptops mit drehbarem Bildschirm angekündigt. Die futurezone hatte Gelegenheit, das flexible Windows-Tablet einem Kurztest zu unterziehen.

HP Pavilion x360

HP Pavilion x360

HP Pavilion x360

HP Pavilion x360

HP Pavilion x360

HP Pavilion x360

HP Pavilion x360

HP Pavilion x360

HP Pavilion x360

HP Pavilion x360

Kunststoff und Aluminium

Qualitativ darf man sich beim Pavilion x360 nicht das selbe Niveau wie beim Yoga erwarten. Statt schlanker Maße ist das x360 im zusammengeklappten Zustand knapp 21,9 Millimeter dick und wirkt recht wuchtig. Das Gehäuse ist aus Kunststoff gefertigt, der recht griffig ausgeführt ist, lediglich der Rahmen um Display und Tastatur ist aus Aluminium.

So hat das x360 auch im „Tablet-Modus“, wenn der Bildschirm nach außen geklappt wurde, eine gute Haptik. Dabei stört lediglich die Tastatur etwas, die in diesem Zustand jedoch deaktiviert wird. An der linken Seite finden sich eine Lautstärke-Wippe sowie der Power-Knopf, mit dem das Convertible wie ein Tablet bedient werden kann. Auch ein Windows-Softkey ist auf dem Display-Rahmen zu finden.

Die von HP verwendete Chiclet-Tastatur machte einen etwas klapprigen Eindruck, der Druckpunkt war recht kurz. Der Abstand zwischen den Tasten ist aber angenehm groß, sodass das schnelle Tippen gut gelingt. Keine Wunder darf man sich hingegen vom Touchpad erwarten, das eher an ein Netbook oder eine Tastatur für ein Android-Tablet erinnerte.

Vorserienmodell

Im Gegensatz zum Ideapad Yoga kommt beim x360 ein durchgehendes Scharnier zum Einsatz, das sich im Hands-On recht einfach bewegen ließ. Der Wechsel von Tablet zu Laptop war recht rasch möglich, auch wenn der Übergang manchmal etwas hakte. Hier ist unklar, ob es an der Konstruktion selbst lag oder der Widerstand zu hart eingestellt wurde. Letztendlich war das Modell, das HP ausgestellt hatte, lediglich ein Vorserien-Modell.

Das wurde unter anderem auch daran deutlich, dass der Bildschirm im zusammengeklappten Zustand ein recht großes Spiel hatte, sodass dieser beim Hochheben regelrecht „wippte“. Laut HP soll das im fertigen Produkt nicht so sein. Die Hardware-Ausstattung des x360 ist eher auf Tablet- als Laptop-Niveau. Je nach Ausstattungs-Variante ist ein Intel Celeron- oder Pentium-Prozessor verbaut. Zudem können bis zu acht Gigabyte RAM sowie eine 500 GB Hybrid-Festplatte verbaut werden. Unabhängig von der Ausstattungsvariante wird stets ein 11,6 Zoll großer Touch-Bildschirm verbaut, der mit 1366 mal 768 Bildpunkten auflöst.

Die Auflösung ist für ein Gerät dieser Preisklasse in Ordnung und ließ sich auch im Test nicht beanstanden. Der Blickwinkel sorgte allerdings für Kopfschmerzen, bereits beim leichten Kippen waren die Farben verfälscht und der Bildschirminhalt kaum zu erkennen. Man kann es als Feature sehen, da der Sitznachbar nicht sieht, woran man gerade arbeitet, allerdings dürfte das wohl eher für Frust sorgen. Die Anschlüsse sind für ein Einsteiger-Modell recht reichhaltig, neben drei USB 3.0-Ports, einem HDMI-Ausgang sowie einem Netzwerk-Anschluss steht auch ein SD-Kartenleser zur Verfügung.

Fazit

Das Pavilion x360 ist im Grunde genommen ein vielversprechendes Einsteiger-Gerät, das das Konzept der Yoga-Serie gut aufgreift. Da das Vorserien-Modell jedoch einige grobe Mängel in der Verarbeitung aufwies, ist eine Einschätzung nur schwer möglich. Auch die Performance kann erst in einem Test mit dem finalen Produkt bewertet werden. Sollte das Gesamtpaket stimmen, könnte man für einen relativ günstigen Preis ein cleveres Convertible erhalten. Das Pavilion x360 soll ab März, je nach Ausstattung, ab 399 Euro in knalligem Rot oder Silber erhältlich sein.

Alle Neuigkeiten und Hintergrundberichte zum Mobile World Congress in Barcelona

Disclaimer:
Redakteure der futurezone berichten live vom Mobile World Congress in Barcelona. Die Reisekosten wurden von der futurezone GmbH selbst sowie von Ford, Huawei, Samsung, Sony und T-Mobile übernommen.