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01/24/2019

Samsung-Manager soll Akku-Entwicklung bei Apple leiten

Apple will künftig offenbar selbst Akkus herstellen und holt sich dabei Hilfe von einem früheren Samsung-Manager.

Apple will offenbar künftig selbst Akkus bauen und hat Soonho Ahn, einen früheren Samsung-Manager und Akku-Experten, als Leiter der neuen Akku-Abteilung verpflichtet. Das berichtet Bloomberg. Demnach war Ahn zuvor als Senior Vice President bei Samsung SDI, der Akku- und Display-Sparte des Smartphone-Herstellers, beschäftigt. Dort war er unter anderem für die Weiterentwicklung von Lithium-Ionen-Akkus sowie Akkus der „nächsten Generation“ verantwortlich. 

Erinnerungen an Note 7

Der Wechsel des Samsung-Managers sorgte auch für Spott auf Social Media. 2016 geriet der südkoreanische Konzern in die Schlagzeilen, weil sich der Akku des Samsung Galaxy Note 7 bei zahlreichen Modellen aufblähte und plötzlich entzündete. Die Häufigkeit der Vorfälle zwangen Samsung dazu, einen weltweiten Rückruf durchzuführen. Neben den hohen Kosten für Rückruf und den Austausch der Geräte nahm auch die Marke Samsung erheblichen Schaden.

Zahlreiche Nutzer spotten nun, Apples Smartphones könnten ein ähnliches Schicksal erleiden. Apple setzt aber bereits seit mehreren Jahren auf Akkus von Samsung SDI. Ermittlungen ergaben, dass die Probleme beim Note 7 durch einen Konstruktionsfehler - der Akku hatte zu wenig Platz im engen Gehäuse - verursacht wurden.

Apple macht sich unabhängig

Ahn dürfte wohl nicht direkt am Debakel um das Note 7 beteiligt gewesen sein. Er kam 2015 zu Samsung SDI, zuvor war er unter anderem bei LG Chem, Next Generation Batteries sowie als Professor an der südkoreanischen Universität UNIST (Ulsan National Institute of Science and Technology) tätig. Apple versucht bereits seit längerer Zeit, seine Abhängigkeit von Zulieferern zu reduzieren und forscht an zahlreichen Komponenten im eigenen Haus, unter anderem microLED-Bildschirmen, Desktop-Prozessoren sowie Smartphone-Modems.