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15.11.2017

Tesla Model 3: "Die Verarbeitung ist ziemlich schlecht"

Die Probleme beim Tesla 3 reißen nicht ab. Nachdem Elon Musk persönlich monatelange Produktionsverzögerungen zugab, bekam der Wagen nun auch von einem Analysten Schelte.

In einem Bericht an Kunden und Investoren hat Toni Sacconaghi, Analyst für die Investmentagentur Bernstein, vor Qualitätsmängeln beim Tesla Model 3 gewarnt. Der Feinschliff und die Verarbeitung sei in weiten Teilen von ziemlich schlechter Qualität, schrieb der Analyst nach Testfahrten mit zwei Tesla-Demo-Autos.

Unsaubere Verarbeitung

Die angeführten Mängel betreffen etwa das Glasdach, aber auch die Gummierung bei den Fenstern bzw. diverse Fugen im Inneren des Autos. Sacconaghi warnt davor, dass die schlechte Qualität den Ruf der Tesla-Marke gefährden könnte und zudem auch das Service-Netzwerk aufgrund von Beschwerden überlasten könnte.

Da der Analyst davon ausgeht, dass ihm aufgrund seiner Tätigkeit möglichst gute Model-3-Exemplare zur Verfügung gestellt wurden, könnte die Verarbeitung bei anderen ausgelieferten Wägen noch schlechter sein, fürchtet Sacconaghi.

"Besser als Model X oder Model S"

Tesla gab zwar einige der angesprochenen Mängel zu, versicherte aber, dass man beim Model 3 eine bessere Qualität vorweisen könne, als es etwa das Model X oder Model S zu dem Zeitpunkt besessen hätten. Im dritten Quartal wurden allerdings nur 220 Modelle des Model 3 ausgeliefert statt der angepeilten 1500.