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26.08.2012

Twitter: StatusPeople entlarvt Fake-Follower

Eine große Zahl von Twitter-Followern heißt noch lange nichts. Denn bekannteweise mischen sich gerade beim Kurznachrichten-Dienst gerne Spam-Accounts unter die menschlichen Nutzer. Ein neuer Web-Dienst errechnet jetzt, wie viel Prozent der eigenen Gefolgschaft eines Twitter-Accounts "fake" ist - und bewirbt damit gleichzeitig die eigenen, kostenpflichtigen Premium-Services.

Dass bei Twitter nicht hinter jedem Nutzer ein echter Mensch steckt, dürfte bekannt sein - doch jetzt kann man sich genau ausrechnen lassen, wie viel Prozent der eigenen Twitter-Follower "fake" sind. Das Werkzeug dazu bietet die britische Web-Firma StatusPeople unter http://fakers.statuspeople.com an. Dort muss man der Webseite zuerst den Zugriff auf das eigene Twitter-Konto erlauben und bekommt dann nach kurzer Analyse-Zeit angezeigt, wie es um die Twitter-Gefolgschaft steht.

Außerdem kann man auch andere Twitter-Accounts auf Fake-Follower überprüfen. So hat etwa Justin Bieber 30 Prozent falsche Follower, 40 Prozent inaktive Follower und lediglich 30 Prozent echte Gefolgschaft. StatusPeople identifiziert die Fake-Profile anhand von eigens definierten Kritierien. Dabei wird eine Stichprobe von 1000 Accounts gezogen und geprüft, wie viele dieser sich wie Spam-Bots verhalten. Diese haben StatusPeople zufolge in der Regel keine oder nur wenige Follower und tweeten auch nur sehr selten, folgen aber vielen anderen Twitter-Nutzern.

Schlaues Marketing
Die StatusPeople-Methode soll den Angaben der Firma zufolge bei Profilen mit weniger als 100.000 Followern sehr genau sein und könne bei größeren Gefolgschaftszahlen immerhin gute Hinweise auf Fake-Follower geben.

Uneigennützig ist der Fake-Follower-Finder natürlich nicht. Mit dem Gratis-Angebot will StatusPeople auf seinen Haupt-Dienst, eine Management-Plattform für Social Media, aufmerksam machen. Diese soll vor allem Firmen erlauben, Twitter-Accounts und Facebook-Seiten von einer zentralen Stelle aus zu managen und bietet Analyse-Tools dafür an. Je nach Zahl der Nutzer und gemanagten Accounts zahlen Kunden zwischen 31 und 126 Euro pro Monat für den Dienst.

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