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24.02.2015

Visa-Token soll Apple Pay schneller nach Europa bringen

Das Visa-Token erlaubt das Nutzen eines mobilen Bezahldienstes wie Apple Pay, ohne die Kreditkartendaten auf dem Gerät zu speichern. Das könnte Apple Pay nach Europa bringen.

Visa kündigte am Dienstag an, dass ab Mitte April seine Token-Technologie auch in Europa zur Verfügung steht. Mit dieser können Apps und mobile Geräte sicher zum Bezahlen verwendet werden. Dazu wird lediglich eine Token-Nummer auf dem Gerät abgelegt, die Kreditkartendaten werden nicht gespeichert. Sollte das Gerät abhanden kommen, wird das Token auf Wunsch von Visa gelöscht, eine neue Kreditkarte muss nicht angefordert werden.

Mastercard fehlt noch

Die Technologie wurde im Vorjahr gemeinsam mit Apple Pay angekündigt und bereits in den mobilen Bezahldienst integriert. Visas Lösung ist aber nicht nur auf Apple-Geräte beschränkt, auch andere Anbieter können von der Technologie Gebrauch machen. Bislang war das Token-Verfahren nur in den USA verfügbar. Auch Mastercard und American Express bieten ähnliche Verfahren an, die für Apple Pay genutzt werden. Diese sind aber bislang noch nicht außerhalb der USA verfügbar. Mastercard kündigte lediglich an, dass sein MasterCard Digital Enablement Service (MDES) im Laufe des Jahres auf weitere Märkte erweitert werden soll.

Hürden in Europa

Mit der neuen Technologie steigen nun auch die Chancen, dass Apple Pay schon bald in Europa verfügbar sein könnte. Experten befürchten jedoch, dass die geplanten Limitierungen für Verarbeitungsgebühren die Pläne von Apple durchkreuzen könnten. Ein aktueller EU-Vorschlag sieht vor, dass Gebühren bei Kreditkarten höchstens 0,3 Prozent des Kaufpreises betragen dürfen, bei EC- und anderen Bankkarten 0,2 Prozent. Apple hebt aber bei seinem Bezahldienst allein schon 0,15 Prozent ein, wodurch die Gewinne der Kreditkartenunternehmen erheblich geschmälert werden könnten.