MacBook Neo
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Welches MacBook soll ich mir kaufen?

Vor Kurzem hat Apple mit dem MacBook Neo eine völlig neue Kategorie von Laptops auf den Markt gebracht. Erstmals versucht das Unternehmen aggressiv, auch in den Markt abseits von Premium-Preisen vorzudringen. Mit 699 Euro kostet das Neo weniger als jedes aktuelle iPhone.

➤ Mehr lesen: MacBook Neo im Test: Apple sticht Windows-Konkurrenz aus

Und auch wenn das Neo im futurezone-Test überzeugen kann, kommt es doch mit einigen Kompromissen. Das heißt, es lohnt sich für manche Nutzerinnen und Nutzer auf jeden Fall, zu einem der teureren MacBook-Modelle zu greifen. 

Doch wer soll welches MacBook kaufen? Im Portfolio gibt es derzeit 3 Geräte: MacBook Neo, MacBook Air und MacBook Pro. Hier eine kleine Übersicht, die bei der Kaufentscheidung helfen kann.

Für wen ist das MacBook Neo optimal?

Apple MacBook Neo im Test

Wer gerne einen Laptop mit kompakten Abmessungen hat, den man ins Büro, in die Uni, oder in das Café mitnehmen kann und für das man sich nicht verschulden muss, könnte mit dem MacBook Neo glücklich werden. Voraussetzung ist auch, dass man in Sachen Leistung keine exorbitanten Anforderungen hat. Für Browsen, Text und sogar das eine oder andere Spiel reicht das Neo allemal aus. 

Bestechen kann das Neo mit Apple-typischer guter Verarbeitung und einem Display, das den anderen MacBook-Modellen um nicht viel nachsteht. Leben muss man bei dem Notebook allerdings mit einem eher geringen Speicher. In der Basisversion sind es 256 GB, maximal bekommt man beim Neo 512 GB. Wer viele Fotos oder Videos speichern möchte, ohne dabei auf externe Laufwerke angewiesen zu sein, wird mit dem Neo schnell an die Grenzen stoßen. Und wer ein externes Laufwerk verwenden möchte, hat dafür nur einen USB-3-Anschluss zur Verfügung, der zweite ist lediglich USB 2. 

Wer sich den Kauf des Neos überlegt, sollte auch bedenken, dass es das kleinste Display aller aktuellen MacBooks hat. Wenn man kein Problem damit hat, Text und Darstellung zu schrumpfen, reicht der Platz bei 13 Zoll zwar in der Regel aus. Wer (vielleicht aufgrund einer Sehschwäche) auf größere Elemente und Text angewiesen ist, für den könnte das Display zu klein sein. 

Das MacBook Neo gibt es bei Apple ab 699 Euro. Bei Amazon ist es um 705 Euro gelistet

Wer sollte ein MacBook Air kaufen?

Zwei Personen liegen auf einem Bett und schauen gemeinsam eine Serie auf einem MacBook.

Eine Stufe über dem Mac ist das MacBook Air angesiedelt. Wobei die Bezeichnung “Air” mittlerweile nicht mehr wörtlich genommen werden kann. So wiegt das leichteste Air mit 1,23 kg doch exakt so viel wie das MacBook Neo. 

Grundsätzlich müssen alle ein Air kaufen, denen 13 Zoll Diagonale nicht reicht. Das Standard-Air bietet mit 13,6 Zoll zwar nicht viel mehr Bildschirmfläche, der zusätzliche Platz ist aber durchaus spürbar. Dann gibt es das Air freilich noch mit 15 Zoll. Das mit 1,51 kg aber deutlich weniger kompakt ist.

Auch zum Air greifen sollten alle, die in Sachen Leistung mehr Ansprüche als simples Browsen oder Textverarbeitung haben. Auch dann, wenn man das MacBook mit einem externen Display betreiben möchte, ist man beim Air besser aufgehoben. Zwar kann man auch das Neo mit einem Monitor verbinden, aber das Air kann aber deutlich besser mit umfangreichem Multitasking umgehen. Dieses kommt derzeit nicht nur mit dem brandneuen M5-Chip, es bietet auch mindestens 16 GB RAM. Leistungsmäßig bedeutet das tatsächlich Welten zwischen dem günstigen Neo mit A18-Pro-Chip und 8 GB RAM. Zudem sind 16 GB RAM deutlich zukunftssicherer.

Auch Nutzer, die auf viel Speicherplatz angewiesen sind, müssen zwangsläufig fast das Air wählen. Dieses wird in der Standardvariante mit 512 GB ausgeliefert, kann aber auf bis zu 4 TB konfiguriert werden. 

Im Vergleich zum Neo bekommt man beim MacBook Air außerdem eine beleuchtete Tastatur und Touch ID in allen Varianten (beim Neo nur im teureren 512-GB-Modell). Zudem gibt es 2 Thunderbolt 4 (USB‑C) Anschlüsse. Wichtig, wenn man große Datenmengen transferieren möchte. Der Akku hält beim Air zudem auch länger als beim Neo.

Das aktuelle MacBook Air mit M5 gibt es bei Apple ab 1.199 Euro bzw. 1.499 Euro für die 15-Zoll-Variante. Bei Amazon bezahlt man derzeit 1.159 bzw 1.451 Euro

Wer braucht wirklich ein MacBook Pro?

Apple MacBook Pro M4 Anschlüsse rechts

Kartenleser, ein USB-C und HDMI beim MacBook Pro.

Die Pro-Linie ist Apples Spitzenklasse. Es ist das einzige, das auch mit den besonders leistungsstarken Varianten des M5, nämlich M5 Pro und M5 Max konfiguriert werden kann. Wer sich jetzt die Frage stellt, ob er oder sie die Leistung eines Pro oder Max wirklich braucht, braucht sie wahrscheinlich nicht. Denn wer einen Pro- oder Max-Chip braucht, der weiß das in der Regel ziemlich eindeutig. Diese Chips sind in erster Linie für Anwenderinnen und Anwender gemacht, die mit leistungshungrigen Anwendungen, zum Beispiel aus den Bereichen Videoschnitt oder auch KI, arbeiten. 

Das Pro kommt allerdings auch mit dem “gewöhnlichen” M5. Jetzt könnte man sich fragen, warum dann nicht gleich ein Air, das günstiger, deutlich dünner und leichter ist (das Pro wiegt mindestens 1,55 kg)? Die Antwort ist, weil das Pro dann doch noch ein paar andere Sachen besser macht als das Air. 

Zum Beispiel beim Display. Das Pro ist das einzige Apple-Notebook mit 14 Zoll. Für manche mag das genau der “Sweetspot” sein, den man sich wünscht. Man hat viel Platz, gleichzeitig aber kein allzu ausladendes 15-Zoll-Notebook. Bedenken sollte man dabei allerdings, dass das Pro im Vergleich zum Air mit 1,55 kg deutlich schwerer ist.

Auch bei der Qualität ist das Pro deutlich besser. Während das Air nur auf 500 Nits maximale Helligkeit kommt, schafft das Pro XDR mit 1.000 Nits durchgehend und 1.600 Nits Spitzen­helligkeit. Zudem gibt es ProMotion mit einer Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz. Wer also das beste (und in der Praxis beeindruckende) Display haben möchte, das Apple derzeit zu bieten hat, muss zum Pro greifen. 

Ein für manche nicht zu unterschätzender Aspekt könnte auch für das Pro sprechen. So hat das Notebook (auch aufgrund der weniger kompakten Bauweise) deutlich bessere Lautsprecher als das Air. Das System besteht aus 4 Tieftönern (force-cancelling woofers) und 2 Hochtönern (tweeters). Mit kleinen Bluetooth-Boxen können es die Lautsprecher des MacBooks durchaus aufnehmen. Auf Reisen kann man also durchaus damit angenehm Musik oder Podcasts hören, wenn man sonst nichts dabei hat.

Auch bei den Anschlüssen und der Akkulaufzeit kann dem Pro kein anderes MacBook das Wasser reichen. So gibt es neben 3 Thunderbolt 4 (USB‑C) Anschlüssen noch einen ausgewachsenen HDMI-Anschluss sowie einen SD-Kartenleser. Der Akku hält laut Apple 24 Stunden. In der Praxis sind es selbst bei rechenintensiven Anwendungen in der Regel locker 2 Tage, die man mit einer Ladung durchkommt. 

➤ Mehr lesen: Apple MacBook Pro 14 mit M5 im Test: Das fast perfekte Notebook

Das alles hat seinen Preis. Bei Apple bezahlt man für das 14-Zoll Pro mit M5 mindestens 1.899 Euro (512GB). Bei Amazon ist das Gerät, das nun schon seit einigen Monaten auf dem Markt ist, mit 1.512 Euro bereits deutlich günstiger.

TL;DR

TL;DR: MacBook Neo

Das Sparmodell für den Alltag.

  • Für wen: Studenten und Office-User, die ein kompaktes, günstiges MacBook (699 Euro) suchen.
  • Stärken: Unschlagbarer Preis, gewohnt gute Verarbeitung, extrem portabel.
  • Schwächen: Teils veraltete Technik (USB 2.0, nur 8 GB RAM), wenig Speicher (max. 512 GB) und Sparmaßnahmen wie fehlende Tastaturbeleuchtung generell und Touch ID im Basismodell.

TL;DR: MacBook Air

Der leistungsstarke Allrounder.

  • Für wen: Alle, denen das Neo zu schwach und das Pro zu teuer ist.
  • Stärken: Moderner M5-Chip, mindestens 16 GB RAM (zukunftssicher!), größeres Display (13,6 oder 15 Zoll) und vollwertige Thunderbolt-Anschlüsse.
  • Schwächen: Deutlich teurer als das Neo (ab 1.199 Euro), aber der „Sweetspot“ für die meisten Nutzer.

TL;DR: MacBook Pro

Die kompromisslose Arbeitsmaschine.

  • Für wen: Kreative Profis (Video, KI) und die, die das beste Display und viele Anschüsse wollen.
  • Stärken: Bestes Display am Markt (120 Hz, extrem hell), Profi-Anschlüsse (HDMI, SD-Slot), überragende Lautsprecher und riesiger Akku.
  • Schwächen: Hoher Preis bei Apple, weniger portabel. 

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Thomas Prenner

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KURIER-futurezone Chefredakteur. Beschäftigt sich viel mit Dingen, die man täglich nutzt und schreibt darüber. Sitzt außerdem gerne am Fahrrad.

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