Science
30.03.2013

Fliegende Roboter-Libelle von Festo vorgestellt

Die Flugeigenschaften von Libellen haben bei Wissenschaftlern seit jeher Bewunderung ausgelöst. Mit dem BionicCopter hat der auf bionische Steuerungskonzepte spezialisierte Automatisierungshersteller Festo nun erstmals die hochkomplexen Flugfähigkeiten technisch in einem Flugobjekt abgebildet.

Die nur 175 Gramm schwere Libelle kann ähnlich seinem natürlichen Vorbild in alle Raumrichtungen manövrieren, auf der Stelle fliegen und ohne Flügelschlag segeln, Festo auf der Projekthomepage erklärt. Die vier Flügel, die eine Schlagfrequenz zwischen 15 und 20 Hz und eine Spannweite von 63 Zentimeter aufweisen, lassen sich von horizontal auf vertikal schwenken. Jeder der Flügel wird von einem Servomotor individuell angesteuert und kann bis zu 90 Grad verdreht werden.

13 Freiheitsgrade
Neben der Amplitudensteuerung durch vier Motoren an den Flügelgelenken kann auch der Kopf horizontal und der Schwanz vertikal bewegt werden. Dies geschieht über vier elektrische Muskeln aus Nitinol. Festo zufolge weist die Roboter-Libelle damit 13 Freiheitsgrade für ihre Flugkünste aus. Die Steuerung des innovativen Flugobjekts kann über ein Smartphone erfolgen. In der Libelle sorgt ein Prozessor für die notwendige Abstimmung von Schlagfrequenz, Schwenkeinrichtung und Amplitudensteuerung, um ein stabiles Flugverhalten zu erreichen.

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