Links das Infrarotbild des James Webb Teleskop, rechts das Hubble-Bild in sichtbarem Licht

Links das Infrarotbild des James Webb Teleskop, rechts das Hubble-Bild in sichtbarem Licht

© NASA, ESA, CSA, STScI, A. Simon (NASA-GSFC), M. Wong (University of California); Image Processing: J. DePasquale (STScI)
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Science

Hubble und Webb zeigen Saturn, wie man ihn noch nie gesehen hat

Meistens blicken die Weltraumteleskope Hubble und James Webb in weit entfernte Galaxien. Doch mit 2 neuen Bildern eröffnen sie einen frischen Blick auf einen Planeten in unserem Sonnensystem: den Saturn

Dabei wurde vor allem ein Fokus auf die Atmosphäre des riesigen Gasplaneten gelegt. Sie machen die Zusammensetzung und Bewegungen auf dem Saturn sichtbar.

Infrarot-Ansicht von Saturn des James Webb Teleskops mit den Monden Janus, Dione und Enceladus. So werden neue Teile der Saturn-Atmosphäre sichtbar
Das Hubble Teleskop fotografiert den Saturn und die Monde Janus, Mimas und Epimetheus

links: © NASA, ESA, CSA, STScI; Image Processing: J. DePasquale (STScI)

rechts: © NASA, ESA, A. Simon (NASA-GSFC), M. Wong (University of California); Image Processing: J. DePasquale (STScI)

Links die Aufnahme von Webb, rechts von Hubble

Die Hubble-Fotos wurden im August 2024 aufgenommen und sind Teil des "Outer Planet Atmosphere Legacy"-Programms (OPAL). Während die Farbunterschiede hier kleiner sind als beim Webb-Foto, lassen sich Stürme und Wetteraktivitäten erkennen.

➤ Mehr lesen: Riesiges Energieungleichgewicht auf dem Saturn entdeckt

Das James Webb Teleskop hat den Saturn im November 2024 fotografiert. Dort wird ein Jetstream sichtbar, der als "Ribbon Wave" (Schleifenwelle) bekannt ist. Man erkennt ihn in der Mitte der nördlichen Hemisphäre. Zudem werden mehrere Stürme sichtbar, die sich als rundliche, helle Punkte zeigen.

Polarlichter oder Aerosole

Die Pole erscheinen im Infrarot-Foto graugrün. Das könnte an Aerosolen in höheren Atmosphäreschichten liegen, die das Licht anders brechen als in mittleren Breitengraden. Eine andere Erklärung wäre, dass hier Polarlichter aufgenommen wurden.

Der Grund für die besonders hellen Ringe im Webb-Bild ist ihre Zusammensetzung. Sie bestehen aus Wassereis, das besonders viel Licht reflektiert und sie daher strahlen lässt.

Wie Zwiebelschichten

Die beiden Bilder zeigen den Übergang vom Sommer in der nördlichen Halbkugel zu jenem in der südlichen Halbkugel. Die Kombination der Aufnahmen erlaubt es Astronomen, die Atmosphärenschichten des Saturn "wie die Schichten einer Zwiebel" einzeln zu analysieren, schreibt die NASA.

In beiden Bildern wird auch das "Sechseck des Saturns" an dessen Nordpol sichtbar, allerdings muss man dafür genau hinsehen. Das Wolkenmuster wurde 1981 entdeckt und ist eine der faszinierendsten Wetterformationen in unserem Sonnensystem.

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