Coronavirus disease (COVID-19) outbreak in Tokyo

© REUTERS / KIM KYUNG-HOON

Science

In Japan wurde eine neue Corona-Variante entdeckt

Die neue Variante des Coronavirus sei bei 4 Reisenden aus dem brasilianischen Bundesstaat Amazonas nachgewiesen worden, teilt das japanische Gesundheitsministerium mit. Die Variante unterscheide sich von den in Großbritannien und Südafrika entdeckten hochansteckenden Mutationen.

Bislang gebe es aber keine Hinweise, dass diese 3. neue Variante ebenfalls sehr infektiös sei. Ob gegen sie die bisherigen Impfstoffe wirksam sind, werde untersucht. Außerdem wird geprüft, welchen Krankheitsverlauf diese neue Variante verursacht.

Zwischen symptomfrei und Atembeschwerden

Einer der Reisenden, die auf die neue Corona-Variante positiv getestet wurden, sei ein Mann, der zwischen 40 und 50 Jahre alt ist, berichtet die Japan Times. Er hatte bei der Testung keinerlei Symptome, entwickelte aber später Atembeschwerden und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Eine Frau, die ebenso positiv auf die neue Variante getestet wurde, ist zwischen 30 und 40 Jahre alt und klagte über Kopfschmerzen. Ein Junge, zwischen 10 und 19 Jahre hatte Fieber und ein Mädchen aus derselben Altersgruppe war laut Japan Times völlig symptomfrei.

Neue Corona-Varianten in Österreich

In Österreich wurden in den vergangenen Tagen die ersten Fälle bekannt, bei denen Personen mit der neuen Variante, die in Großbritannien entdeckt wurde, infiziert waren. Laut Virologin Monika Redlberger-Fritz sei die britische Variante vor allem deswegen beunruhigend, weil sie um 56 Prozent infektiöser ist als die bisher dominante Virus-Variante.

"Wenn man 100 Personen hernimmt, haben die in der alten Variante 10 andere Personen mit dem Virus angesteckt, in der neuen infizieren sie 15,6", sagt Redlberger-Fritz. "Wenn wir nicht aufpassen, wird das ein Problem."

Bei der Schwere der Erkrankung gebe es zwischen alter und neuer Variante keine Unterschiede, aber wenn mehr Menschen infiziert werden, werde das Gesundheitssystem stärker belastet und es gebe mehr Todesfälle. Die aktuellen COVID-19-Impfungen seien aus momentaner Sicht auch gegen die britische Variante wirksam.

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