Science
02/20/2019

Kleiner Meteorit auf Kuba weist radioaktive Strahlung auf

Der Himmelskörper landete zu Monatsanfang in zahlreiche Fragmente zerbrochen in bewohntem Gebiet.

Ein kleiner auf Kuba eingeschlagener Meteorit weist Wissenschaftern zufolge eine geringe radioaktive Strahlung auf. Teile des Himmelskörpers sollten deshalb auf keinen Fall zu Schmuck verarbeitet werden, der längere Zeit am Körper getragen wird, warnte die kubanische Parteizeitung "Granma" am Dienstag (Ortszeit).

Der Meteorit kam Anfang Februar in zahlreiche Fragmente zerstückelt in der westlichen Provinz Pinar del Rio in einem bewohnten Gebiet des sozialistischen Karibikstaats vom Himmel. Bisher haben Wissenschafter mehr als hundert Teile gefunden. Andere Stücke des Himmelskörpers wurden von Bewohnern aufgesammelt und als Andenken behalten.

Nach bisherigen Untersuchungen der kubanischen Forscher besteht die Möglichkeit, dass der Meteorit vom Asteroiden Vesta stammt, der rund 372 Millionen Kilometer von der Erde entfernt liegt und als der drittgrößte im Sonnensystem gilt. Nach Schätzungen der NASA wurde beim Eintritt des Meteorits in die Erdatmosphäre eine Energie entsprechend einer Explosion von 1.400 Tonnen des Sprengstoffs TNT freigesetzt.