Science
04.07.2018

Mars-Rover sitzt nun schon seit drei Wochen im Dunkeln

© Bild: APA/AFP/NASA/HANDOUT / HANDOUT

Auf dem Mars tobt ein Sandsturm und es ist kein Ende in Sicht. Wegen des fehlenden Sonnenlichts kann derzeit nicht mit den Fahrzeugen kommuniziert werden.

Seit einigen Wochen tobt ein Sandsturm auf dem Mars, der mittlerweile die gesamte Oberfläche des Roten Planeten erfasst hat und somit auch Mars-Rover Opportunity. Dieser hat seine Geräte in den Winterschlaf-Modus versetzt und wartet seit nunmehr drei Wochen, bis der Sturm vorbei ist.

Problematisch für den Mars-Rover ist nicht der Sturm selbst, sondern der verdunkelte Himmel, der kein Sonnenlicht mehr durchlässt. Dadurch können die Sonnenkollektoren kaum Strom produzieren, was die Gefahr birgt, dass der Rover nicht mehr gewärmt wird und durch die Kälte funktionsunfähig wird.

© Bild: NASA

"Am 1. Juni konnten wir noch 645 Wattstunden generieren", erklärt der zuständige NASA-Manager James Rice. Die letzte Messung wurde am 10. Juni durchgeführt: "22 Wattstunden, so wenig haben wir noch nie gemessen", sagt Rice. Die NASA befürchtet, dass das fehlende Sonnenlicht und die Kälte dem Rover zusetzen könnte, gibt sich aber dennoch optimistisch: "Wir erwarten keine thermischen Schäden am Fahrzeug", so Rice. "Der Rover ist noch lange tot", richtet Rice jenen aus, die bereits von einem sicheren Tod des Mars-Fahrzeugs ausgehen.

Aus 90 Tagen wurden 14 Jahre

Wie es um den Zustand des Opportunity-Rover tatsächlich steht, wird sich erst zeigen, wenn sich der Sturm gelegt hat. Denn in der Zwischenzeit ist es den NASA-Ingenieuren nicht möglich, Kontakt herzustellen. 

Dass die Mars-Rover ausdauernder sind als angenommen zeigt der Umstand, dass sie ursprünglich nur 90 Tage den Roten Planeten hätten entdecken sollen. Aus diesen drei Monaten sind nun mehr als 14 Jahre geworden.

Wie es sich so anfühlt, allein seit 14 Jahren den Mars zu erkunden und plötzlich in einen gewaltigen Sandsturm zu geraten, hat der bekannte Comic-Zeichner xkcd treffend illustriert.