Zur mobilen Ansicht wechseln »

Stromspeicherung Nano-Diamanten machen Lithium-Ionen-Akkus sicherer.

Diamanten könnten Lithium-Ionen-Akkus vor spontanen Selbstentzündungen bewahren - allerdings in Nano-Größe
Diamanten könnten Lithium-Ionen-Akkus vor spontanen Selbstentzündungen bewahren - allerdings in Nano-Größe - Foto: REUTERS/TATYANA MAKEYEVA
Eine US-Uni hat ein Verfahren entwickelt, bei dem Nano-Diamanten in Lithium-Ionen-Akkus eingebracht werden. Die Diamanten verringern die Kurzschluss-Gefahr.

Eines der größten Probleme von Lithium-Ionen-Akkus ist die Bildung von so genannten Dendriten mit der Zeit. Dabei handelt es sich um metallische Fasern, die sich an den Elektroden wie Tropfsteine bilden und die Gefahr von Kurzschlüssen erhöhen. Bisher sind bereits Verfahren entwickelt worden, um die Bildung von Dendriten zu minimieren, allerdings sinkt dadurch auch die Stromspeicherfähigkeit des Akkus. An der Drexel University in Philadelphia ist nun ein Verfahren entwickelt worden, das einen Durchbruch bei der Dendriten-Bekämpfung darstellen könnte, berichtet Clean Technica.

Die US-Forscher haben Nano-Diamanten in das Elektrolyt des Akkus beigemengt. In einer Studie, die nun im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht wurde, zeigen sie, dass dies die Dendriten-Bildung verhindert oder zumindest stark verlangsamt. "Es ist ein potenzieller Game-Changer, aber es ist schwierig, 100 Prozent sicher zu sein, dass Dendriten niemals wachsen werden", meint Juri Gogotsi, einer der Forscher, die am Diamanten-Projekt mitgearbeitet haben. Das Verfahren wird nun weiter getestet. Bis zur Einführung in kommerziellen Produkten wird es wohl noch länger dauern.

(futurezone) Erstellt am 31.08.2017, 11:35

Kommentare ()

Einen neuen Kommentar hinzufügen

( Abmelden )

Dein Kommentar

Antworten folgen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?