Science
02.12.2018

Satellit mit Gewächshaus startet ins All

Die Wissenschaftler wollen erkunden, wie man künftig Gemüse auf dem Mond oder Mars anbauen kann.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) will im Weltall ein Gewächshaus für den Einsatz auf dem Mond oder Mars testen. Ziel ist es, Astronauten bei Missionen in der Ferne mit frischen Tomaten und anderem Gemüse zu versorgen. Eigentlich hätte die Rakete mit einem entsprechend ausgestatteten Satelliten namens "Eu:CROPIS" bereits am Sonntagabend von Kalifornien aus abheben sollen, allerdings verzögert sich der Start, wie Sonntagfrüh mitteleuropäischer Zeit bekannt wurde. Nun soll die Rakete erst am Montag abheben.

Schwerkraft

Im Inneren des zylinderförmigen Satelliten befindet sich ein kleines Gewächshaus mit Samen von Zwergtomaten. Im All sollen sie keimen und reifen. Der Satellit umkreist die Erde in 600 Kilometer Höhe. In dieser Umlaufbahn soll er selbst rotieren und dabei in seinem Inneren für sechs Monate zunächst die Schwerkraft des Mondes und anschließend sechs Monate lang die des Planeten Mars erzeugen. 16 Kameras werden rund um die Uhr aufzeichnen, wie sich die Pflanzen - mit Dünger aus künstlichem Urin - entwickeln.

Ins All gebracht werden die Satelliten mit einer Falcon 9 des Raumflugunternehmens Space X.