© Massachusetts Institute of Technology

Science
12/17/2018

Satelliten sollen Daten mittels Laserpointer an Erde schicken

Eine neue Übertragungstechnik, entwickelt am MIT, bringt ganz neue Möglichkeiten für Satelliten.

Statt mit Radiowellen sollen Satelliten künftig mittels Laserpointer zur Erde funken. So stellt sich das zumindest das Massachusetts Institute of Technology (MIT) vor. Gerade sogenannte CubeSats sollen von der Technik profitieren. Das sind Mini-Satelliten in der Größe einer Schuhschachtel, die ein vielfaches leichter und günstiger sind als ihre regulären Pendants. Seit dem Jahr 1998 sind rund 2000 Stück davon ins All geschossen worden.

CubeSats machen hochkomplexe Aufnahmen der Erdoberfläche, die oft mehrere Terrabyte groß sind. Weil auf dem Satelliten die Energie aber auch der Platz für größere Antennen fehlt, dauert die Übertragung extrem lange. Die Forscher wollen dabei deshalb nun auf Laser-Technologie setzen. Damit soll es künftig möglich werden, bei jedem Vorbeiflug tausende hochauflösende Bilder zu senden.

Laser trifft auf Spiegel

Der Nachteil: Der Laserstrahl muss exakt auf den Empfänger gerichtet werden, um eine Übertragung zu ermöglichen. Da es ebenfalls extrem viel Energie benötigt, einen Satelliten im All zu bewegen, setzen die MIT-Forscher auf einen Mini-Spiegel, der eine falsche Lage ausgleichen soll. Der wird wiederum mittels eines zweiten, andersfarbigen Lasers kalibriert. Beide Strahlen werden dort reflektiert und so zum Empfänger gelenkt. Das ganze System soll nicht größer als ein Rubik’s Cube sein.